03.02.2020 - 18:58 Uhr
Deutschland & Welt

Die Corona-Krise ist beherrschbar, die Seuche im Internet nicht

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Behörden und Politik sind bemüht, wegen des Coronavirus aus China keine Panik aufkommen zu lassen. In den Sozialen Medien hingegen ist das Gegenteil das Ziel einiger Idioten. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

China, Zhangzhou: Mediziner gestikulieren durch das Fenster im Zhangzhou Municipal Hospital, in der südostchinesischen Provinz Fujian. Das Städtische Krankenhaus von Zhangzhou ist ein ausgewiesenes Krankenhaus zur Behandlung von Patienten, die mit dem neuartigen Coronavirus in der Stadt infiziert sind.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Aufmerksamkeit und Vorsicht, aber nur keine Panik: Das ist bislang das Mantra, wenn es um das Coronavirus geht. Zu Recht. Politik und wissenschaftliche Institute wiederholen es tagtäglich, spätestens seit die ersten Fälle in Bayern bekannt wurden. Dass trotz aller Mahnungen zur Besonnenheit in etlichen Apotheken die Hygienemasken ausverkauft sind, deutet darauf hin, dass die Botschaft nicht überall angekommen und manch reißerische Schlagzeile nicht ohne Wirkung geblieben ist. Eine Panik ist das noch nicht.

Der Rummel um das Virus ist nicht unbegründet: Für alte und geschwächte Menschen können Corona und andere Erreger gefährlich werden. Auch deshalb ist es wichtig, dass alle Notfallmechanismen greifen, Infizierte in Quarantäne genommen werden. In Deutschland lief die Maschinerie gut geölt an, es gab hier bisher keine Todesfälle. Zum Vergleich: In der Erkältungssaison 2017/2018 sind hierzulande laut Expertenschätzungen 25 100 Menschen allein an der Grippe gestorben.

Der von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufene "weltweite Notfall" für Corona ist in jedem Fall ein guter Übungslauf, um in Zukunft auf ein möglicherweise aggressiveres Virus vorbereitet zu sein. Die WHO sagt aber auch, wo im Moment eine weitere Gefahr lauert, eine "massive Infodemie": Soziale Medien werden von Fake News überflutet, die mindestens so ansteckend sind wie das Virus selbst. Auch vor dieser Infektionsgefahr muss man sich schützen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.