Update 06.11.2026 - 09:05 Uhr

Daniel Brühl spricht Voldemort - und klang wie Gollum

Daniel Brühl feilte an einer schlangenähnlichen Stimme für den Harry-Potter-Bösewicht – doch die Regie hatte eine ganz andere Figur im Ohr. Wie der Schauspieler auf den Vergleich reagierte.

Daniel Brühl spricht in einer neuen Hörbuchreihe den Harry-Potter-Bösewicht Voldemort. (Archivbild) Bild: Soeren Stache/dpa
Daniel Brühl spricht in einer neuen Hörbuchreihe den Harry-Potter-Bösewicht Voldemort. (Archivbild)

Schauspieler Daniel Brühl hat bei der Suche nach der passenden Stimme für Harry-Potter-Bösewicht Lord Voldemort einen unerwarteten Dämpfer kassiert: Die Regie fühlte sich an Gollum aus „Der Herr der Ringe“ erinnert. Das habe ihn zunächst geärgert, räumte der 48-Jährige im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ein.

„Ich erinnere mich noch an den Moment, als ich mit meinem Ergebnis endlich richtig glücklich war. Mit viel Mühe und Detailarbeit hatte ich meine Stimme zu etwas Kreaturhaftem und Schlangenähnlichem verfremdet. Und dann meinte die Regie: "Daniel, du klingst wie Gollum"“, sagte Brühl. Daraufhin sei er „schwer beleidigt“ gewesen. „An diesen Herr-der-Ringe-Schurken hatte ich überhaupt nicht gedacht. Als ich es mir angehört habe, musste ich zugeben: Es ging sehr in die Richtung.“

„Schlangenhaft und zischend“ 

Die Suche nach der passenden Stimme für den Harry-Potter-Bösewicht sei eine Herausforderung gewesen. Voldemort werde in den Büchern von J. K. Rowling als schlangenhaft und zischend beschrieben. Brühl wollte deshalb eine nasale, bedrohliche Stimme entwickeln, die zugleich in der vorgegebenen hohen Tonlage bleibt.

Auch von den bisherigen Interpretationen wollte er sich bewusst abgrenzen. „Man muss sich von allem lösen, von Rufus Beck und auch von Ralph Fiennes, der Voldemort in den Filmen spielt“, sagte Brühl. Der deutsche Schauspieler und Hörbuchsprecher Beck hat alle sieben Harry-Potter-Bände als Hörbücher eingelesen und dabei den zahlreichen Figuren jeweils eigene Stimmen gegeben - auch Voldemort. 

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte Brühl: „Ich finde es schön, endlich mal was zu machen, was meine Kinder sich anhören können und sich hoffentlich ein bisschen gruseln.“ Er habe seine Voldemort-Stimme auch vorab vor der Familie ausprobiert. „Ich habe es an meinen Kindern vorher getestet und fand es immer gut, wenn sie sich in die Ecke verkrochen haben und hysterisch giggelten oder weggerannt sind.“

Brühl leiht Voldemort seine Stimme in einer neuen deutschsprachigen Hörbuchreihe zu den sieben Harry-Potter-Romanen. Das erste Hörbuch „Harry Potter und der Stein der Weisen“ soll am 10. November erscheinen, die weiteren sechs Teile folgen monatlich.

© dpa-infocom, dpa:261106-930-953355/2

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