17.05.2018 - 21:50 Uhr
Deutschland & Welt

Europa-League-Finale Jetzt darf Griezmann gehen

Atlético-Angreifer empfiehlt sich mit zwei Endspieltoren für den FC Barcelona

Antoine Griezmann freut sich über den Europa-League-Triumph von Atlético Madrid. Bild: Jan Woitas/dpa
von Agentur DPAProfil

Lyon. Es wäre ein nahezu perfekter Abgang. Zwei Treffer als Abschiedsgeschenk, 3:0-Sieg gegen Olympique Marseille im Europa-League-Finale, erster großer Titel der Karriere: So lief die wahrscheinlich letzte große Vorstellung von Antoine Griezmann für Atlético Madrid. Nicht einmal sein Trainer Diego Simeone wäre ihm jetzt noch böse, sollte er im Sommer tatsächlich zum FC Barcelona wechseln.

"Wenn er uns verlässt, ist das okay, weil er so viel für den Club gegeben hat", sagte der argentinische Coach nach dem Titelgewinn in Lyon. Griezmann dagegen wirkte im Anschluss an den bisher größten Sieg seiner Karriere gewohnt phlegmatisch, antwortete knapp und noch knapper auf Fragen zu seiner Zukunft: "Ich will die Gegenwart genießen." Simeone weiß, dass sein Jahr für Jahr umworbener Superstar diesmal wirklich gehen könnte. Denn spätestens jetzt wird Griezmann sich fragen: Was kann ich mit Atlético noch gewinnen? Geht es nach Simeone, könnte das noch einiges sein: "Sportlich sind wir nicht so weit weg von den Teams, die tiefer in die Tasche greifen können." Tatsächlich stand Atlético nun zum fünften Mal innerhalb von acht Jahren in einem europäischen Finale und hatte 2014 und 2016 nur äußerst knapp gegen den großen Rivalen Real den Champions-League-Sieg verpasst. Aber er wurde eben zweimal verpasst.

Der 27-jährige Franzose zählt bei Atlético zu den besten Stürmern der Welt. Große Titel seien sein Ziel, "seit ich mit 14 Jahren meine Heimat verlassen habe", sagte er nach dem Finale. Der allergrößte Titel für einen Vereinsfußballer ist die Champions-League. Die Chance, diesen an der Seite von Lionel Messi mit dem FC Barcelona zu gewinnen, scheint tatsächlich etwas größer. Eine Legende des Clubs wird dagegen ganz sicher verabschiedet. Fernando Torres (34) bestreitet am Sonntag das letzte Spiel für seinen Herzensclub.

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