22.05.2018 - 21:54 Uhr
Deutschland & Welt

8. Internationaler Geigenbauwettbewerb in Mittenwald Erste Geige: Instrumente aus aller Welt

Mittenwald. Seit Jahrhunderten werden Geigen aus Mittenwald weltweit verkauft und alle vier Jahre kommen sie aus aller Welt nach Mittenwald: Zum 8. Internationalen Geigenbauwettbewerb haben Geigenbauer aus 25 Ländern und vier Kontinenten mehr als 110 Geigen, Bratschen und Celli sowie an die 50 Bögen eingereicht.

von Agentur DPAProfil

Von früh bis spät sitzen seit Freitag die zwei Jurys in der Geigenbauschule zusammen. Die für Handwerk unter Vorsitz von Geigenbauer Hieronymus Köstler, die für Musik unter Leitung von Kerstin Feltz, Professorin für Violoncello an der Kunstuniversität Graz. Die Instrumente, fünfstellige Beträge wert, stammen aus Europa, den USA, China und sogar Neuseeland. Instrument für Instrument gehen die Juroren durch, prüfen Machart und Klang. Es geht um die Farbe des Tons, Brillanz, Lautstärke, um Spielbarkeit und um Tragfähigkeit.

Die Juroren schauen auch auf die handwerkliche Qualität, auf Holz und Lack. Eine Handvoll Geigen und Bratschen sortierten sie gleich aus. Die Instrumente dürfen nicht älter als zwei Jahre alt, nicht maschinell bearbeitet oder künstlich alt gemacht sein, und sie dürfen auch keine exzentrischen Formen und Verzierungen aufweisen. Derzeit geht die einwöchige Bewertungsphase in die Zielrunde. Die Entscheidung fällt am Freitag nach einer öffentlichen Klangprobe, am Samstag werden die Medaillen vergeben.

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