13.11.2018 - 14:08 Uhr
EschenbachDeutschland & Welt

Ein Buch verbindet die Regionen

In einer Höhe von 4000 Exemplaren ist der „Oberpfälzer Heimatspiegel 2019 “ erschienen – mit 53 Beiträgen auf 208 Seiten.

Verleger Eckhard Bodner (links) und Bezirksheimatpfleger Tobias Appl stellten den „Oberpfälzer Heimatspiegel 2019“ in Eschenbach vor.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Ein Aushängeschild mit viel Heimatliebe, aber ohne Verklärtheit soll er ein: So charakterisiert Bezirksheimatpfleger Tobias Appl den „Oberpfälzer Heimatspiegel 2019“, der eben erschienen ist. Die Gesamtkoordination des Projektes hat erneut der Pressather Verleger Eckhard Bodner übernommen – mittlerweile zum 28. Mal.

Wie bunt der „Heimatspiegel“ – das gut 224 Seiten starke Buch und damit ein Rekordumfang – geworden ist, beweisen allein 59 Autoren, Fotografen und Künstler, die zum Gelingen dieser mittlerweile 43. Ausgabe beigetragen haben. Als Sprachrohr für bekannte und unbekannte Autoren versteht sich der „Heimatspiegel“, wie Bodner bei der Vorstellung im Taubnschusterhaus in Eschenbach betont. Manche von ihnen seien bereits seit vielen Jahrzehnten dabei, in jedem Jahr könne er aber auch neue hinzugewinnen. „Der Heimatspiegel ist ein verbindendes Element zwischen den Regionen in der Oberpfalz und hinüber nach Böhmen“, betont Bodner. Appl führt aus, dass der Heimatspiegel oft schon als Selbstverständlichkeit gesehen werde, obwohl er das eben gar nicht sei. „Da steckt ganz viel Engagement von allen Mitwirkenden drin“, betont Appl. Der Bezirk sei Eckhard Bodner dafür dankbar, dass er das Projekt Jahr für Jahr in Angriff nehme.

Inhaltlich ist der Heimatspiegel wieder sehr abwechslungsreich geraten: Matthias Conrad schreibt beispielsweise unter der Überschrift „Das Heilsgeschehen in Buntglas“ über die Fenster der katholischen Kirche St. Michael in Poppenricht, Ernst Thomann widmet sich der Freilegung des Hallstatt-Grabes in Zangenstein, Maria Hirsch begibt sich auf die Spuren von „Herbert Riedl – ein steinreicher Wernberger“ und Rudi Weber blickt auf die Geschichte von "900 Jahre Kloster Michelfeld". Den Glasbläser und Musikanten Sigi Sterr aus Altenstadt an der Waldnaab porträtiert Rainer Christoph und Karlheinz Keck stellt vor, was es mit dem „Taubnschuster“ in Eschenbach – dem Ort der Heimatspiegel-Vorstellung – auf sich hat.

Alle Beiträge sind gewohnt kurz und verständlich gehalten, zum Teil in eine Wissenschaftlichkeit verpackt, für die kein Geschichtsstudium nötig ist. Ein fester Bestandteil im „Heimatspiegel“ sind auch in diesem Jahr wieder Gedichte und Kurzgeschichten beispielsweise von Willy Mitterhuber, Friedrich Brandl, Harald Grill und Christa Vogl. Das Cover des Buches ziert übrigens ein Eschenbacher Motiv: Es zeigt den Brunnen und das Rathaus am Stadtberg.

Der „Oberpfälzer Heimatspiegel 2019“ ist in einer Auflage von 4000 Exemplaren im Verlag der Pressather Buchhandlung Bodner erschienen. Das durchgängig in Farbe gehaltene Buch kostet 8,95 Euro. Es ist im Buchhandel erhältlich.

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