08.06.2018 - 13:48 Uhr

Ein Faible für Helden

Seine „Queen“-Interpretationen haben den Oberpfälzer Markus Engelstaedter populär gemacht.

Markus Engelstaedter ist immer auf der Suche nach neuen Projekten. Gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern widmet sich der Sänger ab kommender Woche den Musik-„Heroes“. Holger Stiegler
Markus Engelstaedter ist immer auf der Suche nach neuen Projekten. Gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern widmet sich der Sänger ab kommender Woche den Musik-„Heroes“.

We can be heroes just for one day": Über 40 Jahre hat der Song "Heroes" von David Bowie bereits auf dem Buckel. Doch er ist genauso zeitlos wie das gesamte Werk des 2016 verstorbenen Briten. Um "Heroes" geht es auch im aktuellen Projekt des Sängers Markus Engelstaedter. "Es ist ja echt so, dass viele der eigenen Helden bereits gestorben sind", bekennt der 40-Jährige, der aus Pressath (Kreis Neustadt an der Waldnaab) stammt und seit 18 Jahren in Regensburg lebt. Neben David Bowie sind dies für ihn auch Leute wie Prince, Michael Jackson, Freddie Mercury, die Hälfte der Beatles und noch viele mehr.

Deshalb nimmt er sich in seiner neuen Show auch vieler dieser Helden an, darüber hinaus gibt es aber auch noch lebende "Helden", die im Programm vorkommen, wie beispielsweise Sting oder Filmmusiken aus James Bond. Neu ist für Engelstaedter nun, dies alles mit einem großen klassischen Orchester umzusetzen. "Das ist ein lang gehegter Wunsch und wollte ich unbedingt einmal machen", erzählt Engelstaedter. Mit den Nürnberger Symphonikern hat er dafür die richtigen Partner gefunden, in der kommenden Woche stehen zwei Konzerte im Nürnberger Serenadenhof an, im Juli läuft die Show in Regensburg und im Oktober auch in Weiden.

Die Stücke für diese Auftritte hat sich Engelstaedter von einem Münchner Filmkomponisten und einem aus Finnland stammenden und in Berlin lebenden Arrangeur schreiben lassen. "Ich bin gespannt: Mit etwa 70 Leuten auf der Bühne zu stehen macht schon einen ganz anderen Klangkörper als eine kleine mehrköpfige Band", freut sich der Sänger auf das Experiment.

Großes Privileg

Engelstaedter ist Musiker durch und durch, bereits im Alter von sieben Jahren begann er Saxofon zu spielen und mit 15 Jahren hat er in seiner ersten Band gesungen. Es folgte ein Gesangsstudium am Music College Regensburg im Bereich Rock, Pop, Jazz und die ersten Auftritte und Engagements als Sänger in den verschiedensten Formationen und Bands ließen nicht lange auf sich warten. In welchem seiner vielfältigen Programme fühlt er sich heute am wohlsten? "Das ist schwer zu sagen, mir macht alles großen Spaß. Und ich weiß, dass das ein großes Privileg ist, dies so sagen zu können", bekennt er.

Dass es natürlich vor allem das "Queen"-Programm ist, das ihn in ganz Deutschland populär gemacht hat und mit dem er überall begeistert, weiß er natürlich. Eben erst hat er "Queen"-Auftritte mit den Lüneburger Symphonikern absolviert. "Zu Queen bin ich eher zufällig gekommen, als Freddie Mercury schon tot war", erinnert er sich. Im April 1992 habe er im Fernsehen das Freddie Mercury Tribute Concert aus London gesehen und erstmals die Queen-Songs so richtig wahrgenommen.

"Und dann habe ich mich mit diesem Typen beschäftigt und war begeistert", erzählt Engelstädter über Freddie Mercury, den er noch heute für eine "musikalische Erscheinung" hält. Und wie es der Zufall wollte, habe er kurz darauf einen Anruf bekommen, ob er nicht bei einer "Queen"-Show einspringen könne. Seitdem habe ihn das Thema nicht mehr losgelassen. "Ich bin aber kein Klon und will es auch nicht sein. Ich klebe mir kein Mercury-Schnurrbärtchen an und will keine Illusionen vorgaukeln", sagt er. Vielmehr lege er Wert auf eigene Interpretation der "Queen"-Songs - und wer Engelstaedter ihn schon einmal gehört hat, wird bestätigen können, dass ihm dies auch eindrucksvoll und begeisternd gelingt.

Traum von eigenem Studio

Aus der Künstlerszene in Regensburg ist der Oberpfälzer nicht mehr wegzudenken. Die Stadt, in der er seit fast zwei Jahrzehnten lebt, gefällt ihm auch heute noch. Mit Ehefrau Susanne und den beiden Kindern wohnt er im Stadtnorden, die Bindung an die Heimat ist aber immer noch sehr eng. "Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen", so Engelstädter. Das Land biete schon auch viele Vorteile gegenüber der Stadt, gerade mit Kindern. Und auch der Traum vom eigenen kleinen Produktions-Studio lasse sich hier wohl deutlich einfacher umsetzen. "Aber noch ist das alles Zukunftsmusik", verrät er.

Info:

Live-Termine

Wer Markus Engelstadter in nächster Zeit live und facettenreich erleben will, hat dazu viele Möglichkeiten: Mit Band und den Nürnberger Symphonikern am 13. und 14. Juni im Serenadenhof Nürnberg jeweils um 20 Uhr, am 29. Juli im Gewerbepark Regensburg beim Piazza Festival um 19.30 Uhr sowie am 28. Oktober in der Max-Reger-Halle Weiden um 20 Uhr.

Die Show „The Magic of Queen“ gibt es zu erleben am 13. Juli in den Neuen Gärten Waldsassen um 20 Uhr sowie am 14. Juli im Burghof Neunburg vorm Wald um 20 Uhr.

Gemeinsam mit Bernd Meyer präsentiert Markus Engelstadter bei den Weidener Sommerserenaden am 20. Juni (19 Uhr), das Programm „One voice, one piano, one night to remember“. Und wer ein Faible für Schlager hat, der kommt am 22. Juli beim Open Air der Golden Glitter Band am Innovision Center Weiherhammer auf seine Kosten. (stg)

Weitere Informationen:

www.engelstaedter.me

 
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