Update 01.08.2026 - 13:46 Uhr

Fernpass gesperrt - Kein Chaos in Bayern

In Bayern und Baden-Württemberg beginnen gerade die Ferien, deshalb war die Sorge vor einem Verkehrschaos auf dem gesperrten Fernpass groß. Traf das aber tatsächlich ein?

Der Fernpass war wegen einer Demonstration gesperrt (Archiv). Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Der Fernpass war wegen einer Demonstration gesperrt (Archiv).

In Bayern ist ein befürchtetes Verkehrschaos wegen der Sperrung des Fernpasses in Tirol ausgeblieben. Der Ferienverkehr auf deutscher Seite Richtung Süden lief trotz einer Demonstration mit Straßensperrung in Österreich weitgehend flüssig.

So sei am Grenztunnel in Füssen „tote Hose“, beschrieb ein Polizeisprecher. Darüber hinaus sei auffällig, dass es wenig Einreiseverkehr aus Österreich gebe. Um 9.45 Uhr am Samstagmorgen wurde der Fernpass gesperrt. 

Staus im üblichen Rahmen

Staus im üblichen Rahmen gab es in Österreich auf der Autobahn von München Richtung Salzburg und auf der Tauernautobahn von Salzburg Richtung Villach. Der Zeitverlust betrug am späten Vormittag jeweils zwischen 50 Minuten und einer Stunde, wie aus den aktuellen Informationen des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC hervorging. Auf der Brennerautobahn lief der Verkehr demnach im Rahmen des üblichen Urlaubsverkehrs meist flüssig. Andere Strecken waren nach Polizeiangaben nicht stärker belastet. 

Rund 1.000 Teilnehmende

Die Fernpassstraße war vorübergehend gesperrt, weil Anwohnende gegen die Verkehrsflut protestierten. Die Aktion endete am Mittag. Die Polizei sprach von insgesamt rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an zwei Standorten. Sie hatte schon vor Tagen gebeten, die Strecke weiträumig zu umfahren. Der 1.216 Meter hohe Fernpass ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung durch die Alpen. 

Die Straße ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung von Deutschland nach Österreich und weiter nach Italien. Die Behörden befürchteten im Vorfeld lange Staus und rieten dringend, die Region weiträumig zu umfahren.

Ende Juni war eine ähnliche Sperre ohne größere Beeinträchtigungen verlaufen. Doch diesmal fiel die Demonstration auf den Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg.

© dpa-infocom, dpa:260801-930-470371/2

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