Update 11.04.2026 - 12:56 Uhr

Film über Popstar Michael Jackson feiert Premiere in Berlin

2009 starb der „King of Pop“. Jetzt erscheint ein Film über die Musiklegende - mit seinem Neffen Jaafar Jackson in der Hauptrolle. In Berlin erzählt er, wie er sich an seinen Onkel erinnert.

Viele Fans trugen ikonische Outfits wie einen Glitzerhandschuh, den typischen Hut oder weiße Socken: Der neue Film über die Musiklegende Michael Jackson hat in Anwesenheit von Familienmitgliedern seine internationale Premiere in Berlin gefeiert. Zu dem Event kam unter anderem Jacksons Neffe Jaafar (29), der in dem Biopic „Michael“ den „King of Pop“ verkörpert. 

Auch Michael Jacksons Brüder Jermaine, Jackie und Marlon sowie seine Söhne Prince und Bigi erschienen zur Premiere. „Michael“ soll am 22. April (Mittwoch) in die deutschen Kinos kommen. Der Film von Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“) erzählt laut Ankündigung „die Geschichte von Michael Jacksons Leben – weit über die Musik hinaus“. 

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Er zeichne seinen Weg nach von der „Entdeckung seines außergewöhnlichen Talents als Leadsänger der Jackson Five bis hin zu dem visionären Künstler, dessen kreativer Ehrgeiz ihn unermüdlich antrieb, der größte Entertainer der Welt zu werden“, hieß es. Die Premiere bildete den Auftakt zu einem mehrtägigen Event und Fanveranstaltungen rund um die Verfilmung. 

Neffe teilt eine seiner schönsten Erinnerungen mit „King of Pop“

Jaafar Jackson sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe die Beziehung zu seinem Onkel als sehr herzlich und liebenswert in Erinnerung, mit vielen lustigen Momenten. Eine seiner schönsten Erinnerungen habe er an das letzte Mal, als er ihn bei einem großen Familienessen gesehen habe. 

„Ich erinnere mich noch, dass ich direkt neben ihm saß und er sang, und ich hörte ihm einfach zu“, sagte der Schauspieler. Sein Onkel habe ihn gefragt, was er so mache und welche Filme er gemocht habe. „Es war also einfach ganz normal“. Genau diese Einfachheit habe ihm so gut gefallen.

Bei einem Fan-Event am Samstag erzählte Jackson, das Drehbuch habe ihn sehr bewegt, in vielen Momenten habe er weinen müssen. Auch habe es frühe Kindheitserinnerungen zurückgebracht. „'Smooth Criminal' war mein Lieblingssong als Kind, ich habe mir diese Clips immer wieder hintereinander angesehen und versucht, die Bewegungen nachzumachen“, sagte er.

„Bohemian Rhapsody“-Produzent steckt hinter „Michael“

Produziert wurde „Michael“ unter anderem von Graham King, der mit „Bohemian Rhapsody“ bereits ein Oscar-prämiertes Musikporträt über Queen-Sänger Freddie Mercury verantwortete. 

Die Tochter von Michael Jackson, Paris Jackson, hat sich öffentlich von dem Projekt distanziert. Auf Instagram erklärte sie, bei dem Biopic nicht involviert zu sein, berichtete „Rolling Stone“ im September 2025.

Den Titel „King of Pop“ hatte sich der Sänger (1958-2009) einst selbst verliehen. Seine Moonwalk-Tanzschritte, Hits wie „Billie Jean“, „Beat It“ und „Thriller“, aufsehenerregende Musikvideos und Bühnenspektakel stellten die Pop-Welt in den 80er Jahren auf den Kopf. 

Jacksons exzentrischer Lebensstil und Missbrauchsvorwürfe kratzten später an seinem Image. Anschuldigungen eines Teenagers wegen sexueller Übergriffe führten 2005 zu einem „Jahrhundertprozess“, der mit einem Freispruch für Jackson in allen Anklagepunkten endete.

© dpa-infocom, dpa:260410-930-930206/2

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