10.03.2020 - 18:32 Uhr
Deutschland & Welt

Die Folgen der Corona-Krise werden auch politische sein

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Das Coronavirus hält die Welt in Atem - im wahrsten Sinne des Wortes. Noch ist nicht absehbar, welche Schäden es noch anrichten wird. Und manch einer unterschätzt die Lage immer noch. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Ein Arbeiter versprüht im Museum der mittelalterlichen Burg Maschio Angioino in Neapel Desinfektionsmittel zum Schutz vor dem Coronavirus.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Mehr als 70 Eilmeldungen hat die Nachrichtenagentur dpa seit Januar zu den Auswirkungen des Coronoavirus-Ausbruchs gesendet - 11 davon allein gestern. Man kommt kaum noch hinterher, alle Aspekte der Gesundheitskrise im Blick zu haben: abgesagte Veranstaltungen en masse, große Sportereignisse vor leeren Zuschauerrängen, Reisebeschränkungen, Hilfsgelder vom Bund. Und auch regional häufen sich die Corona-"Einschläge" , wie neue Fälle in Weiden, Schwandorf und im Kreis Tirschenreuth zeigen.

Das Mantra bleibt: All die Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen haben nur ein Ziel, nämlich die Ausbreitung von Sars-CoV-2 so gut einzudämmen wie möglich, um die Schwächsten unter uns zu schützen. Nicht einfacher wird die Sache dadurch, dass jeder, ohne es zu merken und selbst Symptome zu zeigen, Überträger des Virus sein kann. Deshalb - man kann es nicht oft genug sagen - muss jeder das Wohl der Gemeinschaft über die eigenen Befindlichkeiten stellen.

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Falls das ganze Viren-Drama überhaupt etwas Gutes hat, dann höchstens, dass es uns vor Augen führt, wie angreifbar unsere globalisierte Welt in Wirklichkeit ist: Mikroskopisch kleine Winzlinge sind in der Lage, innerhalb weniger Wochen Lieferketten zu zerstören, Börsenkurse und Ölpreise in den Keller zu schicken und Bilanzen selbst großer Unternehmen zu ruinieren. Aber der virale Orkan wird auch noch andere Folgen haben: Politiker wie US-Präsident Donald Trump könnten nach schlechtem Krisenmanagement und beharrlichem Kleinreden der Lage aus ihren Ämtern gefegt werden.

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