26.08.2019 - 17:32 Uhr
Deutschland & Welt

"FolkloreClassic" bei den Wurzer Sommerkonzerten

Die Zymbalgruppe "FolkloreClassic" mit Geigerin Marketa Janouskova überzeugt bei den Wurzer Sommerkonzerten mit einfühlsam vorgetragener Folklore.

Die Zymbalgruppe „FolkloreClassic“ begeisterte bei den Wurzer Sommerkonzerten mit ungewöhnlichen Klängen.
von Reinhold TietzProfil

Erwartungsvoll saßen am Sonntag die Konzertbesucher auf ihren Stühlen im Hof des Historischen Pfarrhauses zu Wurz, als die Musikgruppe "FolkloreClassic - Folklorique" in ihrer folkloristischen Bekleidung die Naturbühne betraten.

Sehnsuchtsvoll erklingen zu Beginn "Die Melodien aus Myjava" von Jiri Janousek im einfühlsamen Vortrag der Sologeigerin Marketa Janouskova, und als sie in den schnellen Hauptteil wechselt, zeigt die Solistin ihr rhythmisches Können in der Gestaltung der musikalischen Ideen. Von Leos Janacek folgt "Die Mährische Volkspoesie in Liedern", mit feiner Stimme gesungen von Kristyna Janouskova. Die Instrumentalisten begleiten und unterstützen sie mit rhythmischer Figuration.

"Unter dem Hain für Violine und Zimbal" ermöglicht dem Konzertmeister Jiri Janousek und seiner Tochter Marketa Janouskova auf ihren Violinen sowie Miriam Polakova (Zymbal) virtuose Passagen. Das mit Klöppeln bespielte Kasten-Instrument Zymbal vermittelt ein außergewöhnliches Klanggefühl, das den gesamten Ablauf der Musikstücke prägt. In einem Violinensolo bewältigt Marketa Janouskova die Melodien und deren Umspielungen mit engagierter Virtuosität und gleichermaßen tiefem musikalischen Empfinden. Konzentriert wird musiziert, sei es mit Violine (Marketa Janouskova), Kontrabass (Frantisek Soucek) oder Zymbal (Miriam Polakova).

Gekonnt gestaltet Jan Votava (Klarinette) den "Klarinetttanz" von Frantisek Jancik, Kristyna Janouskova singt zwei Volkslieder, wobei "Ade zur guten Nacht" einen besonders tiefen Eindruck vermittelt. Zum Ende des Konzerts erklingt "Hejre Kati" von Jenö Hubay. Sehnsuchtsvoller Beginn in den Tönen der Sologeige und den begleitenden Klangfiguren des gesamten Ensembles. Der Tanz schließt sich nahtlos und stimmungsvoll an und ruft mit seiner Klangfülle besonders vehementen Beifall hervor. Mit einer Zugabe, nämlich dem "Spanischen Tanz" op 22/1, der "Romanza andaluza", von Pablo de Sarasate - hinreißend dargeboten von Marketa Janouskova - geht ein sehr gelungenes Konzert zu Ende.

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