Fürth
Update 23.02.2026 - 12:03 Uhr

In Bayern leben so viele Schafe wie nirgends in Deutschland

Es werden weniger, aber es sind immer noch so viele wie in keinem anderen Bundesland: Bayern hat mehr als 260.000 Schafe.

Die Zahl der Schafe ist leicht rückläufig. (Archivbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Die Zahl der Schafe ist leicht rückläufig. (Archivbild)

Etwa 260.700 Schafe leben in Bayern - so viele wie in keinem anderen Bundesland, betrachtet man landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 20 Schafen. Dennoch ist der Bestand der Tiere im Freistaat zuletzt geschrumpft. Zum Stichtag 3. November 2025 waren es 4,5 Prozent weniger als im Vergleich mit dem Vorjahr, wie das Landesamt für Statistik in Fürth mitteilte. Insgesamt wurden rund 2.120 schafhaltende Betriebe gezählt, 30 weniger als im Jahresvergleich. Auf jeden davon entfielen im Jahr 2025 durchschnittlich 123 Schafe und damit 4 weniger als im Jahr zuvor. 

Schaut man auf die Zahlen aus dem Jahr 2015, wird deutlich, dass es damals noch rund 4 Prozent mehr Schafe gab als zuletzt. Auch die Zahl der schafhaltenden Betriebe hat seither um 6 Prozent abgenommen. Gründe für die Entwicklung wurden nicht genannt, leichte Schwankungen seien aber üblich. 

Schafhaltung schwer kostendeckend 

Die Schafhalter in Bayern stehen unter Druck, wie der Geschäftsführer des Landesverbands, Martin Bartl, kürzlich betonte. Die Blauzungenkrankheit zum Beispiel habe in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass einige Tiere verendeten: Zudem liege das Durchschnittsalter von Schafhaltern im Vollerwerb bei „Ende 50, Anfang 60“. Viele würden in Rente gehen, „das ist ein großer Umbruch“. 

Während Halter mit großen zusammenhängenden Weideflächen etwa im Altmühltal leichter eine Nachfolge fänden, werde es bei Betrieben mit kleinen, oft weit auseinander liegenden Flächen, schwieriger. „Es ist aufwendig, die Herde dann von A nach B zu bringen.“ 

Schafhaltung sei allein durch die Vermarktung von Produkten wie Wolle, Milch oder Fleisch nicht kostendeckend, erklärte Bartl. Deshalb sei man auf staatliche Unterstützung angewiesen, etwa durch Geld aus der Landschaftspflege.

© dpa-infocom, dpa:260223-930-723339/2

 
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