Immaterielles Unesco-Kulturerbe: Drachenstich aufgenommen, Zoigl nicht

Die Unesco-Kommission nimmt eine Oberpfälzer Institution in die Liste des Immateriellen Kulturerbes Deutschlands auf. Die Zoigl-Kultur der Nordoberpfalz ist es aber nicht.

Die beiden Hauptdarsteller in Furth: Ritter Udo und der Drache

(wüw) Der Drache hat es geschafft, die Oberpfälzer Zoiglkultur nicht: Die Unesco-Kommission hat sieben Neuaufnahmen zu Deutschlands Immaterielles Kulturerbe vorgestellt. Der "Drachenstich zu Furth im Wald" zählt dazu. Die vom Freistaat ebenso vorgeschlagene Zoiglkultur der Nordoberpfalz wurde nicht berücksichtigt. Bei einem Festakt in Bamberg nahm Bürgermeister Sandro Bauer die Ernennungsurkunde in Empfang.

Mit fast 500 Jahren Tradition gilt der Drachenstich als ältestes Volksschauspiel Deutschlands. Jeden August leben 1500 Darstellern bei 14 Festspielaufführungen, dem Historische Festzug und dem Mittelalterlager Cave Gladium die Legende vom Drachenstich. Im Zentrum stehen Ritter Udo und der Drache. Mit 11 Tonnen Gewicht und 16 Metern Länge gilt er als größter vierbeiniger Schreitroboter der Welt.

Neben dem Drachenstich nahm die Kommission unter anderem die Landshuter Hochzeit, das "Bauhüttenwesen - Weitergabe, Dokumentation, Bewahrung und Förderung von Handwerktechniken und -wissen" oder die "Amateurmusikpflege in Baden-Württemberg" in die Liste auf. Eine Begründung, weshalb dem Zoigl die Aufnahme vorerst verwehrt blieb, gab die Kommission nicht ab.

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