Furth im Wald im Landkreis Cham
04.04.2022 - 13:18 Uhr

Mann mit illegalem Welpen im Zug erwischt

Bei einer Kontrolle wurde der beschädigte Reisepass eines 31-Jährigen sichergestellt. Doch er hatte noch etwas dabei: einen 12 Wochen alten Welpen.

Ein 31-Jähriger wurde am Samstag bei dem Versuch, mit einem kaputten Reisepass und einem zu jungen Welpen nach Deutschland einzureisen, festgenommen. Symbolbild: Friso Gentsch
Ein 31-Jähriger wurde am Samstag bei dem Versuch, mit einem kaputten Reisepass und einem zu jungen Welpen nach Deutschland einzureisen, festgenommen.

Further Bundespolizei-Fahnder haben am 2. April gegen 10.20 Uhr in einem Zug aus Prag einen 31-Jährigen geschnappt, der einen in Tschechien gekauften Welpen illegal nach Deutschland mitbrachte. Den Reisepass des Mannes stellten die Beamten sicher, da dieser verändert worden war, teilte die Bundespolizei Waldmünchen mit. Entgegen der geltenden Einreisebestimmungen für Haustiere führte der Mann einen 12 Wochen alten Welpen von Tschechien nach Deutschland ein. Für Hundewelpen unter 15 Wochen gilt ein Ein- und Durchreiseverbot in Deutschland, weil die Tiere in diesem Alter noch nicht über den erforderlichen Tollwut-Impfschutz verfügen. Und so war es auch hier: Laut dem Haustierausweis war der Welpe nicht gegen Tollwut geimpft.

Bei der Überprüfung des Reisepasses des 31-Jährigen sahen die Beamten sofort, dass dieser ungültig war. Im Einband des Dokumentes war ein mehrere Zentimeter großes Loch eingebrannt und die Personaldatenseite war handschriftlich durch mehrere, offensichtlich falsche Eintragungen verändert worden. In seiner Vernehmung gab der Mann zu, seinen Pass selbst beschädigt und den Hundewelpen erst vor wenigen Stunden in Tschechien gekauft zu haben. Die Bundespolizei zeigte den 31-Jährigen wegen Veränderns amtlicher Ausweise und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz an. Den Welpen brachten die Beamten zunächst in Quarantäne in ein Tierheim. Der vorgelegte Haustierausweis wird durch das zuständige Veterinäramt noch geprüft.

 
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