22.05.2018 - 22:04 Uhr
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US-Präsident empfängt Südkoreas Moon Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim findet zu 99,9 Prozent statt

US-Präsident Trump empfängt Südkoreas Präsident Moon - Termin mit Kim Jong Un könnte sich verschieben

US-Präsident Donald Trump traf sich im Weißen Haus mit dem Präsident vion Südkorea, Moon Jae In. Bild: Evan Vucci/AP/dpa
von Agentur DPAProfil

Washington. US-Präsident Donald Trump hat den Termin für sein mit Hochspannung erwartetes Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur in Frage gestellt. "Es könnte sein, dass es nicht am 12. Juni klappt", sagte Trump am Dienstag vor einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington. "Ich habe viele Deals gemacht. Man ist nie ganz sicher, was herauskommt", betonte Trump.

"Wenn es nicht zustande kommt, vielleicht kommt es später zustande", sagte Trump. "Es könnte sein, dass es zu einem anderen Zeitpunkt passiert." Grundsätzlich hielt er jedoch an seiner Vision einer Beendigung des Konfliktes auf der koreanischen Halbinsel fest. "Im Moment blicken wir auf zwei Koreas", sagte Trump. "Mag sein, dass wir in der Zukunft auf ein Korea zurückkommen." Eine Wiedervereinigung sei möglich und werde von seiner Regierung gebilligt, solange das alle Beteiligten in Korea wollten.

Südkorea hatte zuvor nicht an einem Zustandekommen des Treffens am 12. Juni gezweifelt. Trotz schärferer Töne aus Nordkorea liege die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide wie verabredet am 12. Juni in Singapur treffen, bei "99,9 Prozent", sagte der Nationale Sicherheitsberater Chung Eui Yong auf dem Flug nach Washington. Trotzdem bereiteten sich die USA und Südkorea auf "verschiedene Möglichkeiten" vor, zitierte ihn die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Trump kündigte an, er werde in Gesprächen mit Kim die persönliche Sicherheit des Machthabers garantieren. "Er wird sicher sein, er wird glücklich sein, sein Volk wird reich sein", sagte Trump. Wenn er in 50 Jahren zurückblicke, werde Kim sehr stolz auf das sein können, was er für Nordkorea getan habe, sagte der US-Präsident mit Blick auf ein mögliches Abkommen mit den USA.

Trump erneuerte seine Deutung, China habe Kim Jong Un bezüglich seiner Haltung zu einem Gipfel und dessen möglichen Inhalten beeinflusst. "Es gab einen Unterschied, als Kim China nach seinem zweiten Besuch verlassen hat", sagte Trump. Er habe aber weiter den Eindruck, dass Kim ernsthafte Absichten verfolge.

Nordkorea habe jetzt die Chance zur Veränderung. "Sie haben die Chance, ein großartiges Land zu werden", sagte Trump. Diese Chance bestehe unter den jetzigen Gegebenheiten nicht.

Die Hauptforderung der US-Seite ist der komplette Verzicht Nordkoreas auf Atomwaffen. In Diplomatenkreisen wird der bewusst unscharfe Begriff Denuklearisierung verwendet. Dies lässt Spielraum für Verhandlungen. Die USA bestehen auf eine sofortige, nachhaltige und überprüfbare Vernichtung der Atomwaffen Nordkoreas. Das kommunistisch regierte Land sieht sich nach Medienberichten aber weiterhin als Atommacht und will sich nur zum Verzicht auf die Anwendung verpflichten, ähnlich wie dies die USA im Atomwaffensperrvertrag getan haben.

Unterdessen hat Nordkorea eine Gruppe ausländischer Journalisten ins Land gelassen, die vor Ort über die geplante Sprengung des umstrittenen Atomtestgeländes Punggye-ri berichten wollen. Dagegen verweigerte Nordkorea am Dienstag südkoreanischen Reportern, an Bord eines Charterflugzeuges aus Peking zu gehen. In dem Flugzeug von Peking nach Nordkorea saßen nach Angaben aus Teilnehmerkreisen Journalisten aus den USA, Großbritannien, China und Russland.Singapur. Der geplante Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur wackelt - die Gedenkmünze dazu gibt es trotzdem schon. Auf der Vorderseite finden sich beide Männer mit ernstem Blick im Profil, mit der jeweiligen Landesflagge im Hintergrund. Am Rand stehen die Landesnamen und "Friedensgespräche" in beiden Sprachen, verziert mit vier Olivenzweigen. Auf der Rückseite ist zu sehen, wie die US-Präsidentenmaschine Air Force One übers Weiße Haus fliegt. Die Münze wurde Medienberichten zufolge in einer Auflage von 250 Exemplaren im Auftrag des Weißen Hauses geprägt. Solche Münzen gibt es häufig, wenn eine Reise des US-Präsidenten offiziell angekündigt ist.

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