„Herzkino“-Zeit im ZDF: Mit der Rosamunde-Pilcher-Verfilmung „Die Glücksbringerin“ zeigt der Sender am Sonntag (6.9., 20.15 Uhr) wieder einen romantischen Sonntagabendfilm.
In den Hauptrollen nehmen Milena Straube, Vinzenz Wagner, Dietmar Bär und Lina Wendel das Publikum mit in die Grafschaft Cornwall an südwestlichen Spitze Englands. In die malerische Gegend, Dreh- und Angelpunkt so vieler Pilcher-Geschichten und fast schon Pilgerstätte für „Herzkino“-Touristen ist.
Es ist der 178. Rosamunde-Pilcher-Film im Zweiten seit 1993. Das Drehbuch stammt von Uschi Müller, die die Kurzgeschichte „A Touch of Magic“ in einen unterhaltsamen Fernsehfilm verwandelt, der alles mitbringt, was das Publikum von einem Pilcher-Abend erwarten darf. Umgesetzt hat die romantische Story Regisseurin Karola Meeder.
Zu sehen ist „Rosamunde Pilcher - Die Glücksbringerin“ am Sonntagabend. In der Mediathek ist der Film bereits verfügbar.
Liebe, Herzschmerz und Verrat
„Wenn aus Angst Mut wird und aus Kontrolle Loslassen, hält das Leben oft wunderbare Wendungen bereit“, schreibt das ZDF zu den neuen „Herzkino“-Folgen. Diese Wendepunkte werden warmherzig und humorvoll erzählt - und natürlich sind sie immer mit viel Liebe, aber auch mit ein wenig Herzschmerz, Verlust und Verrat verbunden.
Als „Glücksbringerin“ wird die Schornsteinfegerin Clare Ridley (Milena Straube) von ihren Mitmenschen betrachtet. Sie halten gerne an dem mittelalterlichen Aberglauben fest, nach der es Glück bringt, einen Schornsteinfeger zu berühren. Die junge Frau ist in dem Ort beliebt. Wo sie mit ihrem Lastenfahrrad auftaucht, sorgt sie für fröhliche Laune.
Clare genießt ihr selbstbestimmtes Leben. Doch unvermittelt begegnet sie ihrer großen Jugendliebe Josh Harding (Vinzenz Wagner) wieder - und ihre Welt gerät ins Wanken. Während Clare Josh sofort wiedererkennt, braucht der einen Moment länger.
Rückkehrer aus New York
Josh ist Architekt in New York. Wie so oft in Pilcher-Filmen hat einer der Protagonisten der Heimat einst den Rücken gekehrt, um in einer Metropole Karriere zu machen. Dann bringen ihn Familienangelegenheiten zurück an den Ort seiner Kindheit.
Josh also besucht Cornwall, um seine verwitwete Tante Jessica (Lina Wendel) zu besuchen. Es ist jedoch weit mehr als ein Kondolenzbesuch. Josh möchte seine Tante - nicht ganz uneigennützig - zum Verkauf ihres historischen Hauses bewegen. Er braucht Geld. Jessica möchte ihr Anwesen nicht verlassen, sie lebt dort seit dem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen und hält an Erinnerungen fest - obwohl sie sich den Unterhalt kaum noch leisten kann.
Jetzt kommen weitere Kosten auf die alte Dame zu: Die Heizung ist kaputt. Jessica setzt auf die Unterstützung von Clares Vater Daniel Ridley (Dietmar Bär). Der ist Inhaber einer kleinen Kamin- und Heizungsbaufirma und ebenfalls gerade in finanziellen Schwierigkeiten. Er könnte den Auftrag gut brauchen.
Mysteriöser Schmuckdiebstahl
Josh dagegen möchte finanzielle Spielräume für sich und seine Verlobte Lisa schaffen. Jedoch gerät er angesichts vieler Erinnerungen und neu aufflammender Gefühle in einen inneren Konflikt. Clare und Josh kommen sich emotional näher.
Da verschwindet Jessicas wertvoller Familienschmuck und ausgerechnet Clare steht unter Verdacht. Die Menschen in dem Ort sind entsetzt, als sich herumspricht, dass ausgerechnet die Glücksbringerin eine Diebin sein soll. Obendrein kündigt Jessica Clares Vater die Freundschaft auf. Und Clare ist verletzt, als Josh, Jessica und auch ihre Freundin, die Polizistin Ashley, an ihrer Ehrlichkeit zweifeln.
Das nächste neue „Herzkino“-Highlight ist am 13. September, zu sehen: In „Bloß nicht Liebe“ spielen Christina Große, Heino Ferch und Tim Bergmann ein Trio im Liebesdreieck. Dann steht das ZDF-Herzkino auch wieder in Konkurrenz zu einem neuen ARD-„Tatort“.
„Die Glücksbringerin“ an diesem Sonntag dagegen, an dem Deutschland ohnehin viel über die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sprechen wird, hat es im ARD-Programm lediglich mit einer Sonntagskrimiwiederholung zu tun: mit dem Saar-„Tatort: Das Ende der Nacht“ aus dem Jahr 2025.
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