Schauspieler Christian Redl (78, „Spreewaldkrimi“) erhält in diesem Jahr den Götz-George-Preis. Er gehöre zu den Schauspielern, „bei denen ein Blick, eine Bewegung, ein Schweigen genügen können, um die Tiefe einer Figur spürbar zu machen“, hieß es zur Begründung.
Redls Schauspielkunst sei tief im Theater verwurzelt, teilte die Jury weiter mit. Er reduziere seine Figuren nicht auf ihre Abgründe, sondern interessiere sich für den ganzen Menschen, „für seine Widersprüche und Brüche, für Härte und Verletzlichkeit, für Nähe und Rückzug“. Die Laudatio bei der Preisverleihung am Abend in Berlin sollte Schauspieler Ulrich Tukur halten.
Redl: Götz George war „ungeheuer warmherziger“ Mensch
Redl wurde 1948 in Schleswig in Schleswig-Holstein geboren und begann seine Karriere als Theaterschauspieler. Er spielte in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit, für seine Hauptrolle im Film „Der Hammermörder“ (1990) wurde er mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Vielen ist er als TV-Ermittler Krüger im ZDF-„Spreewaldkrimi“ bekannt.
In einer Mitteilung erinnerte er sich an den verstorbenen Schauspieler Götz George (1938-2016) zurück, nach dem der Preis benannt ist. Er habe einige Male mit ihm gearbeitet und erinnere sich noch gut daran, „wie nachhaltig mich seine souveräne, vor allem aber herausfordernde Professionalität beeindruckt hat“. Er sei einem „ungeheuer warmherzigen, hochgradig emphatischen Menschen“ begegnet. Der Preis belohne ihn für seine Arbeit als Schauspieler.
Der Götz-George-Preis wurde 2017 geschaffen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er ehrt Schauspielerinnen und Schauspieler für ihr Lebenswerk. Ausgezeichnet wurden in den vergangenen Jahren unter anderem Gudrun Ritter, Angela Winkler, Michael Mendl, Matthias Habich und Judy Winter.
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