Grafenwöhr
11.04.2019 - 16:34 Uhr

Bis aus Italien für Elvis in die Oberpfalz

Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr: Resümee der Elvis Presley-Ausstellung

Wenn Birgit Plößner und Wolfgang Houschka durch die Ausstellung führten, herrschte Andrang im Museum. Denn: Elvis Presley ist auch 41 Jahre nach seinem Tod noch ein Megastar, der einen großen Fankreis hat. Bild: exb
Wenn Birgit Plößner und Wolfgang Houschka durch die Ausstellung führten, herrschte Andrang im Museum. Denn: Elvis Presley ist auch 41 Jahre nach seinem Tod noch ein Megastar, der einen großen Fankreis hat.

Elvis und Grafenwöhr - ein sehr lange eher stiefmütterlich behandeltes Thema. Doch dann, vor nunmehr zwei Jahren, zeigte sich, wie sehr der Lebensweg des "King of Rock 'n' Roll" bis heute seine Anhänger beschäftigt und fasziniert. Einer ersten Ausstellung im Kultur- und Militärmuseum folgte eine zweite.

Jene wurde am 3. November 2018 eröffnet und damit exakt auf den Tag genau 60 Jahre nach Presleys erstem Eintreffen in Grafenwöhr. Er nahm damals an einem Manöver alliierter Truppenverbände teil, im Januar 1960 kam er zurück. Bei dieser Gelegenheit gab er in der damals noch existierenden "Micky-Bar" sein einziges Konzert außerhalb der Vereinigten Staaten.

Was bei Presleys Besuchen geschah, hat Journalist Wolfgang Houschka recherchiert. Aus seiner Sammlung stammten auch zahlreiche Exponate. Hinzu kamen bei der Ausstellung "60 Jahre Elvis in Grafenwöhr" ein Originalbrief, den Elvis in die Oberpfalz schrieb, und zahlreiche Bilder, die zumeist auf dem Truppenübungsplatz entstanden waren.

Die Werkschau über den Macher von "Jailhouse Rock" und "Love Me Tender" ist nun zu Ende gegangen. Mit einem für die Veranstalter überaus ermutigenden Ergebnis. Über 1200 Besucher sahen die Ausstellung. Sie reisten teilweise aus Italien, Belgien, Österreich und Spanien an, hatten sich von Frankfurt, Hamburg, Berchtesgaden, München und Chemnitz aus auf den Weg in die Oberpfalz gemacht. Im ausgelegten Gästebuch lesen sich Eintragungen wie: "Fast wie in Graceland" und "Gnadenlos gut". Besucher schrieben außerdem: "Liebevoll zusammengestellt" und "Toll, sehr informativ". Auch diese zweite Elvis-Ausstellung im Grafenwöhrer Museum sorgte für großes Medieninteresse. Aus ganz Deutschland kamen Reporter und Fernsehteams.

Damit scheint nun endgültig der Beweis dafür erbracht, dass Elvis ein Faktor ist, mit dem die Stadt werben kann. Wenn es nach Museumsleiterin Birgit Plößner geht, soll sich das fortsetzen. Denn letztlich kennt bis heute jeder seinen Namen, weltweit hat er hat noch immer Abermillionen Anhänger. Dass er einst in Grafenwöhr war, ist eine Trumpfkarte.

 
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