Deutschland und die Welt
27.01.2026 - 18:27 Uhr

Grillen wird immaterielles Kulturerbe im Saarland

Im Saarland schwenkt der Schwenker den Schwenker. Was das heißt und warum die Tradition jetzt zum immateriellen Kulturerbe im Bundesland wird.

Das Grillen von Schwenkern auf dem Schwenker ist im Saarland Kult (Symbolbild) Bild: Oliver Dietze/dpa
Das Grillen von Schwenkern auf dem Schwenker ist im Saarland Kult (Symbolbild)

Im Saarland wird nicht nur gegrillt, sondern geschwenkt. Und zwar Schwenkbraten auf dem Schwenker (einem Dreibein-Grill) - von einer Person, die auch Schwenker heißt. Jetzt hat es das Schwenken ins Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes im Saarland geschafft, wie das Kulturministerium in Saarbrücken nach der Entscheidung der Landesjury mitteilte.

„Wenig steht so sehr für die Lebensart in unserer Genussregion Saarland wie das Schwenken“, teilte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) mit. 

Der Schwenker schwenkt den Schwenker - auch im Winter

Die Kulturform des Schwenkens ist im Saarland tief verankert. Es ist bekannt, dass Saarländerinnen und Saarländer auch nicht nur im Sommer „schwenken“, sondern bei jedem Wetter und zu allen Jahreszeiten - etwa auch an Neujahr.

Markus Reiter, der Erbauer des größten Schwenkers aller Zeiten: „Das Schwenken gehört für mich untrennbar zum Saarland. Es ist ein Ritual, bei dem es nicht nur um das Essen geht, sondern um Zeit miteinander, um Austausch und Gemeinschaft.“

© dpa-infocom, dpa:260127-930-605483/1

 
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