München
21.01.2021 - 09:22 Uhr

Grundschulverband plädiert für Elternwille beim Übertritt

Ob Viertklässler auf eine weiterführende Schule wechseln können, sollen die Eltern und nicht die Noten entscheiden. Das fordert der Grundschulverband Bayern.

Weil die Zahl der Probearbeiten reduziert ist, fordert der Grundschulverband beim Übertritt die Eltern und nicht die Noten bestimmten zu lassen. Symbolbild: Sven Hoppe/dpa
Weil die Zahl der Probearbeiten reduziert ist, fordert der Grundschulverband beim Übertritt die Eltern und nicht die Noten bestimmten zu lassen.

Die Landesgruppendelegierte des Grundschulverbandes Bayern, Konstanze von Unold, sorgt sich wegen des Fernunterrichts um die Kinder. Dabei gehe es zum einen um die Kinder, die zuhause wenig Unterstützung bekämen, aber auch um alle Kinder, sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. „Die Situation jetzt ist sehr schwierig für alle Kinder und es bleibt bestimmt viel auf der Strecke. Nicht nur das Lernen in Deutsch, Mathe, Lesen, Schreiben, Rechnen, sondern auch von der Gesamt-Persönlichkeitsentwicklung her.“

Für die vierten Klassen, bei denen es um den Übertritt auf Gymnasium oder Realschule geht, will Unold eine Abkehr vom Prinzip, dass die Noten entscheiden. Bereits jetzt sei die Zahl der Probearbeiten, die bis zum Übertrittszeugnis geschrieben würden, reduziert – und sie könne noch weiter sinken. „Wir als Grundschulverband würden dafür plädieren, den Elternwillen freizugeben. Denn es ist für uns in der vierten Klasse kaum machbar, tatsächlich aussagekräftig zu sagen, Mensch ja, das Kind wird am Gymnasium bestehen oder nicht oder auch auf der Realschule.“

München19.01.2021
 
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