Gundermann bester Film, Wackersdorf beste Filmmusik

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreis in Berlin erhielt "Gundermann" die Goldene Lola in der Kategorie "Bester Spielfilm". Die "Hochzeitskapelle" wurde für die Filmmusik zu "Wackersdorf" ausgezeichnet.

Preisträger, Laudatoren und Redner stehen nach der Verleihung des 69. Deutschen Filmpreises "Lola" auf der Bühne
von Agentur DPAProfil

Die Münchener Band „Hochzeitskapelle“ ist am Freitagabend bei der Verleihung des Deutschen Filmpreis in Berlin für den Soundtrack zum Film „Wackersdorf“ mit der Lola für die beste Filmmusik ausgezeichnet worden. Die Goldene Lola für den besten Spielfilm erhielt das Drama „Gundermann“ von Regisseur Andreas Dresen.

Der Film zeigt in einfühlsamen und leisen Szene, wie Gundermann im Nachhinein mit seiner Vergangenheit umging. Das Drama war mit zehn Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen. Prämiert wurde er unter anderem für die beste Regie, das beste Drehbuch und die Leistung von Hauptdarsteller Alexander Scheer.

Mit einer silbernen Lola wurde das Drama "Styx" ausgezeichnet - es handelt von einer Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft. Hauptdarstellerin Susanne Wolff gewann eine Lola als beste Hauptdarstellerin.

Eine Lola in Bronze ging an die Produzenten der Tragikomödie "Der Junge muss an die frische Luft". Der Film von Caroline Link schildert die Kindheit von Hape Kerkeling und wurde auch als besucherstärkster Film ausgezeichnet.

Die Lolas gelten als wichtigste nationale Auszeichnung in der Filmbranche. Die rund 2000 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über die meisten Gewinner ab. Die Preise sind mit insgesamt fast drei Millionen Euro für neue Projekte dotiert, das Geld kommt aus dem Haus von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).

In der Kategorie "bester Spielfilm" setzte sich "Gundermann" gegen fünf andere Kandidaten durch: Gegen die Komödie "Das schönste Mädchen der Welt", das Drama "Transit", das Roadmovie "25km/h" und auch gegen "Styx" und "Der Junge muss an die frische Luft".

Am roten Teppich zeigten sich am Freitagabend unter anderem die Schauspielerinnen Iris Berben, Katja Riemann und Heike Makatsch, der Regisseur Fatih Akin, das Model Eva Padberg, "Tatort"-Star Jan Josef Liefers und seine Frau, die Schauspielerin und Sängerin Anna Loos.

Auch dabei: Nachwuchsschauspieler Julius Weckauf. Der Elfjährige spielt in der "Der Junge muss an die frische Luft" Kerkeling als Kind. Auf die Frage, wie dieser so sei, sagte er, man könne sich eigentlich gar nicht vorstellen, wie nett der sei. "Ich mag den total." Moderiert wurde der Abend von den Schauspielern Désirée Nosbusch ("Bad Banks") und Tedros Teclebrhan ("Systemsprenger").

Regisseurin Margarethe von Trotta bekam den Ehrenpreis für ihre "herausragenden Verdienste um den deutschen Film". Produzent Christian Becker wurde mit dem Bernd-Eichinger-Preis geehrt.

Die Gewinner des 69. Deutschen Filmpreises:

Bei einer Gala in Berlin ist am Freitagabend der 69. Deutsche Filmpreis verliehen worden. Der Preis ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro die höchstdotierte Auszeichnung für den deutschen Film.

  • Bester Spielfilm Gold (500 000 Euro): Gundermann von Andreas Dresen
  • Bester Spielfilm Silber (425 000 Euro): "Styx" von Wolfgang Fischer
  • Bester Spielfilm Bronze (375 000 Euro): "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link
  • Bester Kinderfilm (250 000 Euro): "Rocca - Verändert die Welt" von Katja Benrath
  • Bester Dokumentarfilm (200 000 Euro): "Of Fathers And Sons" von Talal Derki
  • Beste weibliche Hauptrolle (10 000 Euro): Susanne Wolff ("Styx")
  • Beste männliche Hauptrolle (10 000 Euro): Alexander Scheer ("Gundermann")
  • Beste weibliche Nebenrolle (10 000 Euro): Luise Heyer ("Der Junge muss an die frische Luft)
  • Beste männliche Nebenrolle (10 000 Euro): Alexander Fehling ("Das Ende der Wahrheit")
  • Beste Regie (10 000 Euro): Andreas Dresen ("Gundermann")
  • Bestes Drehbuch (10 000 Euro): Laila Stieler ("Gundermann")
  • Beste Kamera/Bildgestaltung (10 000 Euro): Benedict Neuenfels ("Styx")
  • Bester Schnitt (10 000 Euro): Anne Fabini ("Of Fathers And Sons")
  • Beste Musik (10 000 Euro): Hochzeitskapelle ("Wackersdorf")
  • Bestes Szenenbild (10 000 Euro): Susanne Hopf ("Gundermann")
  • Bestes Kostümbild (10 000 Euro): Sabine Greunig ("Gundermann")
  • Bestes Maskenbild (10 000 Euro): Maike Heinlein, Daniel Schröder und Lisa Edelmann ("Der Goldene Handschuh")
  • Beste Tongestaltung (10 000 Euro): Andreas Turnwald, Uwe Dresch, André Zimmermann und Tobias Fleig ("Styx")
  • Besucherstärkster Film des Jahres (undotiert): "Der Junge muss an die frische Luft" von Caroline Link
  • Ehrenpreis (undotiert): Margarethe von Trotta
  • Bernd Eichinger Preis (undotiert): Christian Becker
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