26.04.2022 - 11:37 Uhr

Hunderte gedenken der Opfer des Erfurter Schulmassakers

Zwanzig Jahre liegt der Schrecken von Erfurt jetzt zurück: Am 26. April 2002 erschießt ein ehemaliger Schüler am Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen.

Am 26. April 2002 erschoss ein ehemaliger Schüler am Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und tötete sich anschließend selbst. Bild: Martin Schutt/dpa
Am 26. April 2002 erschoss ein ehemaliger Schüler am Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und tötete sich anschließend selbst.

In Erfurt haben die Veranstaltungen zum 20. Jahrestag des Schulmassakers am Gutenberg-Gymnasium begonnen. Um 11.01 Uhr, der Zeit, zu der am 26. April 2002 die Tat eines ehemaligen Schülers begann, läuteten im Gedenken an die 16 Opfer vor der Schule und in der ganzen Stadt die Glocken.

Schüler und Lehrer von heute wie damals, aber auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und weitere Vertreter der Landesregierung versammelten sich dazu vor den Stufen der Schule und in unmittelbarer Nähe zu der Gedenktafel mit den Namen der Opfer.

Der 19-Jährige erschoss damals innerhalb von knapp zehn Minuten zwölf Lehrkräfte, eine Schülerin und einen Schüler, eine Sekretärin, einen Polizisten und letztlich sich selbst. Es war das erste Schulmassaker eines solchen Ausmaßes an einer deutschen Schule, dem 2009 die Tat im baden-württembergischen Winnenden folgte. Zuvor waren Massaker mit Schusswaffen ein Phänomen, das man in Deutschland aus den USA kannte, etwa von der Columbine High School in Littleton (1999).

© dpa-infocom, dpa:220426-99-47131/3

 
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