Deutschland und die Welt
14.12.2018 - 08:37 Uhr

Journalisten besser schützen

Die Attacken gegen Reporter haben den Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur zu einer Resolution veranlasst. Er fordert eine "klare Verurteilung" dieser Art von Gewalt.

Demonstration in Chemnitz, Szene vom 1. September 2018. Bild: Boris Roessler/dpa
Demonstration in Chemnitz, Szene vom 1. September 2018.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur (dpa) macht sich angesichts zunehmender Übergriffe auf Reporter für einen besseren Schutz von Journalisten stark. In Hamburg verabschiedete er einstimmig eine Resolution zur Wahrung der Freiheit der Berichterstattung in Deutschland. Der Aufsichtsrat vertritt 180 deutsche Medienunternehmen, die als Gesellschafter Anteile an der dpa haben. In seiner Erklärung heißt es unter anderem:

"Angesichts der massiven Zunahme von persönlichen Anfeindungen, ehrverletzenden Beschimpfungen und auch körperlichen Angriffen auf Bildberichterstatter und Reporter der Agentur insbesondere in Ostdeutschland, aber auch in Regionen Westdeutschlands, hat sich der Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur betroffen gezeigt. In großer Einigkeit und nachdrücklich fordert der dpa-Aufsichtsrat die Einhaltung der gesetzlich geschützten Pressefreiheit und Unversehrtheit der Berichterstatter. Bedrohungen wie etwa in Chemnitz am letzten August-Wochenende 2018, als Fotografen von dpa und Zentralbild von Sympathisanten der AfD, Pegida oder der Identitären Bewegung körperlich angegriffen und rüde beschimpft wurden, ohne auf einen entsprechenden Schutz der polizeilichen Einsatzkräfte setzen zu können, sind ebenso in keiner Weise hinnehmbar wie vergleichbare Vorkommnisse am Rande weiterer Demonstrationen sowie in Fußballstadien." Der Aufsichtsrat teilt mit der Chefredaktion und der Geschäftsführung "die Überzeugung, dass die Unversehrtheit der Kolleginnen und Kollegen bei solchen Einsätzen höchste Priorität hat".

Grundsätzlich fordert er darüber hinaus gerade auch von Polizei, Behörden und den politischen Vertretern in Parlamenten und Regierungen "eine klare Verurteilung dieser Art von Gewalt, ein Ende der Behinderung journalistischer Arbeit und den konkreten Schutz von Berichterstattern bei öffentlichen Ereignissen wie Demonstrationen".

 
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