18.05.2018 - 21:22 Uhr
Deutschland & Welt

Aldi-Nord: Kampf ums Erbe

Auseinandersetzung um Nord-Gesellschaft geht weiter

von Agentur DPAProfil

Schleswig. Der seit Jahren dauernde Machtkampf bei Aldi Nord geht in die nächste Runde. Die von der Familie des verstorbenen Gründersohns Berthold Albrecht kontrollierte Jakobus-Stiftung hat juristische Schritte gegen eine Entscheidung des schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgerichts eingeleitet, die den Einfluss des Familienstamms im Unternehmen einschränken würde, wie eine Sprecherin des Gerichts am Freitag mitteilte.

Hintergrund des Streits ist die komplizierte Eigentümerstruktur bei Aldi Nord. Das Unternehmen ist im Besitz von drei Stiftungen: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Große Investitionen und wichtige Entscheidungen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden. Das Oberverwaltungsgericht hatte im Dezember vergangenen Jahres eine Satzungsänderung in der Jakobus-Stiftung für rechtens erklärt, mit der Berthold Albrecht kurz vor seinem Tod den Einfluss der Familienerben auf die Geschicke des Discounters beschränkt hatte. Das Gericht ließ damals keine Revision gegen die Entscheidung zu.

Dagegen wehrt sich jetzt die Familie mit einer Nichtzulassungsbeschwerde. Der Anwalt des Berthold-Albrecht-Erben, Andreas Urban, sagte der Deutschen Presse-Agentur, nach seiner Auffassung weise das Urteil des Oberverwaltungsgericht "mehrere rechtliche Fehler" auf. Außerdem gebe es Verfahrensfehler. Das Oberverwaltungsgericht muss sich nochmals mit dem Fall befassen.

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