10.12.2019 - 17:51 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Keine längeren Öffnungszeiten für Geschäfte in Bayern

In bayerischen Geschäften wird es auch künftig keine Einkäufe nach 20 Uhr geben. Fast alle Fraktionen im Landtag waren gegen längere Öffnungszeiten.

Der Bayerische Landtag tagt.
von Agentur DPAProfil

In Bayern wird es auch in absehbarer Zukunft keine Möglichkeiten für Einkäufe nach 20 Uhr geben. Alle Fraktionen im Landtag abgesehen von der FDP stimmten am Dienstag in München gegen die beantragte Änderung der Ladenöffnungszeiten im Freistaat. Der Antrag sah vor, dass Läden die Möglichkeit erhalten, länger als 20 Uhr zu öffnen. Die FDP-Fraktion begründete dies mit neuen Einkaufsbedürfnissen sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit von Geschäften mit dem Internethandel.

Die Freien Wähler begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit dem Schutz des familiären Zusammenlebens, gleichwohl hatte Parteichef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im März selbst gefordert, dass in Bayern an drei bis vier Sonntagen im Monat die Geschäfte öffnen dürften. Dies hatte der Koalitionspartner CSU aber direkt gestoppt. FDP-Fraktionschef Martin Hagen bezeichnete die Abstimmung als eine verpasste Chance, Bayern bleibe damit Schlusslicht in Deutschland.

Seit 2006 liegt die Zuständigkeit für die Ladenöffnungszeiten bei den Ländern. Bayern hat aber bisher als einziges Bundesland keine eigene Regelung erlassen und die Öffnungszeiten nicht freigegeben. Auf Drängen der CSU hält der Freistaat stattdessen am traditionellen Ladenschlussgesetz fest. Montags bis samstags dürfen Geschäfte von 6 Uhr bis 20 Uhr geöffnet haben, bis auf einige Ausnahmen bleiben sie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

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