01.06.2018 - 18:52 Uhr
Deutschland & Welt

Knaus Tabbert weiter auf der Erfolgsstraße

Jandelsbrunner Caravan- und Reisemobilbauer verzeichnen das bislang beste Jahr in der Firmengeschichte.

Ein enormes Wachstumstempo legt Knaus Tabbert vor. Geschäftsführer Wolfgang Speck spricht vom erfolgreichsten Jahr in der Unternehmensgeschichte.
von Berthold Zeitler Kontakt Profil

Wie Phönix aus der Asche: Zehn Jahre nach der Insolvenz steht Knaus Tabbert wirtschaftlich besser da als je zuvor. Der Spezialist für Freizeitfahrzeuge mit Sitz im niederbayerischen Jandelsbrunn legt ein enormes Wachstumstempo vor, steigerte allein im vergangenen Jahr den Umsatz um 26 Prozent auf 592 Millionen Euro. Und in vier Jahren soll da eine knappe Milliarde in den Büchern stehen.

Bei der Jahrespressekonferenz in Bad Griesbach sprach denn auch Wolfgang Speck vom bislang besten Jahr in der Geschichte des Unternehmens. "Wir wachsen fast doppelt so stark wie der Markt", so der Vorsitzende der Geschäftsführung. Das macht sich auch in der Profitabilität bemerkbar: Auch ein Gewinn von 54 Millionen Euro vor Steuern markieren ein neues Rekordniveau.

2017 verließen 20 823 Caravans, Reisemobile und sogenannte CUVs (Caravaning Utility Vehicle), wie die Niederbayern den immer beliebter werdenden Markt der ausgebauten Kastenwagen nennen, die Werkshallen an den Standorten in Jandelsbrunn, Mottgers und Schlüsselfeld sowie im ungarischen Nagyoroszi. Und in der Fünf-Jahres-Planung bis 2022 sollen es dann 29 760 Einheiten werden, wobei die Wohnwagen-Sparte mit 15 540 Stück fast die Hälfte ausmacht. Dazu kommen noch 5300 CUVs und 8920 Reisemobile.

Die Zahlen basieren auf den Einschätzungen des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), der auch für die kommenden Jahre ein ungebremstes Wachstum prognostiziert. Bis 2022 sollen in Europa fast 250 000 Caravans und Reisemobile neu zugelassen werden, gut ein Viertel mehr als noch 2017. Zum einen wegen der schwierigen Lage in vielen klassischen Urlaubszielen, zum anderen, weil auch eine neue, junge Klientel die Liebe an der mobilen Immobilie entdeckt.

Mit den rasanten Zahlen bei Umsatz und Absatz einher geht auch die Personalentwicklung. Waren es 2017 noch 1896 Beschäftigte, sollen es bis 2022 3150 werden. Allein in den vergangenen Monaten hat das Unternehmen, zu dem neben Knaus und Tabbert auch die Marken T@B, Weinsberg, Rent an Travel sowie Morelo gehören, 700 neue Mitarbeiter eingestellt.

Das angepeilte Wachstum bedingt auch Investitionen. "Wir werden bis Ende des Jahres noch einmal 70 Millionen Euro in die Hand nehmen", verspricht Wolfgang Speck. Die Gelder werden primär in den Hauptsitz in Jandelsbrunn fließen. Schwerpunktmäßig geht es um eine neue Möbelfertigung, CNC-Leichtbau und Roboterfertigung.

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