26.06.2020 - 14:16 Uhr
KönigsteinDeutschland & Welt

Speisekammer mit vielen Schätzen

Neues Buch von Markusine Guthjahr: Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten

Cover
von Holger Stiegler (STG)Profil

Natürlich sind Rosen eine Augenweide. Aber nicht nur das: Sie gelten auch als Gaumenschmaus. Und dann ist da noch die Sache mit dem „Appetitzügler“ Topinambur. Und natürlich dürfen die Linsen als „Perlen der Vollwert-Ernährung“ erst recht nicht fehlen.

Das und noch vieles mehr bringt Markusine Guthjahr in ihrem neuen Buch „Die Speisekammer der Natur“ den geneigten Lesern dar. Erschienen ist es kürzlich im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz im Battenberg Gietl Verlag, die Autorin erkundet auf knapp 200 Seiten, was es mit dem Kochen im Einklang mit den vier Jahreszeiten auf sich hat.

Die Landfrauenberaterin und Kräuterexpertin aus Königstein (Landkreis Amberg-Sulzbach) kann einen großen Erfahrungshintergrund vorweisen. „Alles, was Sie lesen, ist nicht nur selbst erprobt, sondern auch mit verschiedenen Gruppen im Rahmen der Erwachsenenbildung in der Praxis umgesetzt“, gibt Guthjahr den Leserinnen und Lesern mit auf den Weg. Wer sich in die Seiten vertieft, der erkennt recht schnell: Neben der Speisekammer der Natur hat man es mit einer regelrechten Schatzkammer zu tun.

Untergliedert ist das Buch nach den vier Jahreszeiten, beginnend im Frühjahr bis zum Winter. Schon allein optisch kommt das Buch sehr gut daher: Ansprechende Food-Fotografie gepaart mit vielen leicht verständlichen Rezepten. Zusätzlich gibt es noch viele Hintergrundinformationen zu einzelnen Kräutern, Blüten, Pflanzen und Kräutern. Und auch der ein oder andere Gesundheits- und Sammeltipp fehlt nicht. Insofern ist Markusine Guthjahr ein „Rundumschlag“ im besten Sinne gelungen.

Aus vermeintlichen Unkräutern wie Brennnessel, Giersch oder Löwenzahl werden fast schon Delikatessen – Speisen wie Löwenzahn-Schinkel-Knödel oder Brennnesselblätter in Weinteig gebacken belegen dies. Um Raffiniertes und Neues in der Küche auszuprobieren, muss man nicht immer in den Feinkostladen gehen. Oftmals genügt der Schritt vor die Haustür, um mit heimischen essbaren Zutaten etwas Besonderes zu zaubern.

Die Erdbeere beschreibt Guthjahr als „süße Verlockung“, für Himbeeren und Brombeeren greift die Autorin die bekannte Charakterisierung Hildegards von Bingen auf: „Esset Himbeeren und Brombeeren. In ihrer Frucht ist Üppigkeit und sie schadet weder Gesunden noch Siechen“. Gurken, Quitten, der „Tausendsassa“ Kürbis, die Schwarzwurzel als „Winterspargel“ und die Holunderblüten nimmt sich die Autorin ebenfalls vor und versieht sie mit einer großen Bandbreite an Rezepten. Und so fügt sich alles zu einem Buch zusammen, an dem ein Gemüse-, Kräuter- und Früchteliebhaber eigentlich nicht vorbeikommt.

Das Buch „Die Speisekammer der Natur“ ist erschienen im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz der Battenberg Gietl Verlag GmbH (ISBN 978-3-95587-074-4) und kostet 19,95 Euro.

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