Kommentar zur Coronakrise: Wer nicht hören will ...

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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen an einem Tag steigt erstmals seit Mai wieder über 1000. Keine Wunder, meint Frank Werner. Er empfiehlt ein Ende der Nachsicht.

Badespaß am Ostseestrand auf der Insel Rügen.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Jetzt wird durchgegriffen. Geldbußen für Masken-Verweigerer, 150 Euro müssen die Muffel in Bus und Bahn berappen. In Schulen ist der Schutz mindestens bis zum Platz im Klassenzimmer Pflicht. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich ab Samstag testen lassen. Der Weg zurück zur Normalität wird lang und länger. Die Lockerungen werden gebremst. Bitte kein Wehklagen und kein Aufschrei! Die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder an. Das ist die Realität. Zurück aus dem Urlaub nicht nur mit Sonnenbrand, sondern mit dem Virus. Natürlich ist es nach Wochen des Shutdowns und der Einschränkungen verständlich, zumindest auf Reisen mal nicht alles so ganz genau zu nehmen. Muss ja nicht gleich Ekstase am Ballermann sein. Ein Blick an die Ostsee reicht, um die Gäste dicht an dicht gedrängt beim Badespaß oder auf den Uferpromenaden zu sehen. Auch in den Oberpfälzer Innenstädten und den Freizeitgebieten ist längst maskenfreier Alltag eingekehrt. Der Preis für dieses kleine Stück Freiheit ist hoch. Sehr hoch. Und wir werden ihn alle teuer bezahlen müssen. Auf die Vernunft und Geduld der Gesellschaft allein zu zählen, ist ein Trugschluss.Es bedarf eines Anziehens der Daumenschrauben, um eine richtig große zweite Corona-Welle mit all ihren absehbar verheerenden Folgen zu verhindern. Das antiquierte Sprichwort "Wer nicht hören will, muss fühlen" bekommt eine bittere Aktualität.

Corona in Zahlen.

Weiden in der Oberpfalz
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