31.07.2020 - 18:30 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Donald Trump blufft sich aus dem Amt

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Donald Trump versetzt ein weiteres Mal die Schlagzeilen in Aufruhr: Die Präsidentschaftswahlen verschieben, warum nicht? Das hilflose Aufbäumen eines Verlorenen. Kommentar von Frank Stüdemann.

Donald Trump twittert sich um Kopf und Kragen.
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Kommentar

Eine politisches Irrlicht im Oval Office sitzen zu haben, kann manchmal ganz nützlich sein. Diktatoren wie der nordkoreanische Herrscher Kim Jong Un oder ein machthungriger Global Player wie China mögen anfangs durch Donald Trumps Unberechenbarkeit tatsächlich so weit irritiert gewesen sein, dass sie etwas mehr Respekt vor den USA hatten. Auch seine "America first"-Strategie hatte für einige Zeit durchaus Erfolg - aus Sicht der amerikanischen Wirtschaft zumindest.

Den Freunden auf der anderen Seite des Atlantiks und im Rest der Welt jedoch sind die Vereinigten Staaten längst nicht mehr der verlässliche Partner, der sie jahrzehntelang waren. Nicht nur die Rückzüge aus Klimaabkommen, WHO oder UN-Flüchtlingshilfswerk für die Palästinenser haben für Verunsicherung gesorgt.

Wäre Trump nicht ein solcher Narzisst, hätte er das Zeug gehabt, als zwar unkonventioneller, aber erfolgreicher Präsident in die Geschichte einzugehen. Doch er steht sich mit seinem Ego selbst im Weg. Mit seiner Fehleinschätzung der Corona-Gefahr hat er zudem endgültig seine Unfähigkeit demonstriert. Sein öffentliches Nachdenken über eine Verschiebung der Wahlen im November ist daher nur der verzweifelte Bluff eines Spielers, der sich ein für allemal verzockt hat.

Gedankenspiele des US-Präsidenten über Wahlverschiebung

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