15.09.2020 - 19:38 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Lasst die Krankenhäuser, wo sie sind

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Die Coronakrise reißt den Krankenhäusern in Deutschland gewaltige Löcher ins Budget. Dabei war der Kostendruck schon vorher Gift für die Kliniken. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Ob ein Krankenhaus nah beim Patienten ist, kann über Leben und Tod entscheiden.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Das Wohl der Patienten, so scheint es, steht längst nicht mehr an erster Stelle, wenn es um den Umbau der medizinischen Versorgung in Deutschland geht. Da nützt der Fingerzeig auf andere Länder mit schlechteren Gesundheitssystemen wenig, wenn die eigenen Häuser immer mehr auf Wirtschaftlichkeit getrimmt werden. Wenn leere Krankenbetten mehr Geld einbringen als die Behandlung von Patienten, läuft etwas gewaltig schief. Ob ein Krankenhaus personell und technisch gut ausgerüstet und ob es schnell erreichbar ist, kann über Leben oder Tod eines Patienten entscheiden. Insofern entscheiden auch Weichenstellungen, die auf dem "Krankenhausgipfel" getroffen werden, über Menschenleben.

Zu wenige Ärzte bei den Ämtern in Bayern

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Denn jede Klinik, die durch Zusammenlegung mit einer anderen verschwindet, sorgt im Notfall für längere Anfahrtswege - obwohl es oft um Sekunden geht. Die medizinische Grundversorgung, ambulant und stationär, muss gerade auf dem Land gestärkt werden und nah beim Menschen bleiben. Sonst zahlen diese am Ende den Preis für die Sparwut.

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