03.08.2020 - 19:09 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Masken an Schulen nicht zu viel verlangt

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Mit Maske auf dem Schulgelände oder im Klassensaal - eine Zumutung? Das kommt drauf an, was man für verhältnismäßig hält. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Wie bei allen von der Politik verordneten Anti-Corona-Maßnahmen geht es auch bei der Maskenpflicht an Schulen um die Verhältnismäßigkeit. Eltern und Alleinerziehende wollen nach monatelangem, teils nervenaufreibendem Heimunterricht dringend wieder in einen geregelten Alltag zurückkehren. Also müssen die Kinder in die Schule - und zwar alle. Und wenn sie dafür dort einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen, dann ist das sicher mehr als lästig - aber durchaus verhältnismäßig.

Allerdings sollte auch niemand Lehrerinnen oder Lehrern einen Strick daraus drehen, wenn Sie bei sommerlicher Hitze in schlecht oder gar nicht belüfteten Räumen ein Auge zudrücken und die Maskenpflicht auf eigene Faust kurzzeitig aufheben. Dass Schülerinnen und Schüler reihenweise kollabieren, kann schließlich auch niemand wollen.

Es mag wie der vielzitierte föderale Flickenteppich wirken, wenn zum Schulstart in den verschiedenen Bundesländern höchst unterschiedliche Vorgaben gelten, etwa härtere in NRW und lockerere in Brandenburg. Doch es ergibt hier durchaus Sinn, dass die Landesregierungen je nach aktueller Infektionslage entscheiden, wie sie das Thema handhaben. Es eint sie immerhin der Wille, uns wieder ein Stück Normalität zurückzubringen.

Mit Maske: Die ersten Schüler drücken wieder die Schulbank

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