Kommentar: Schüler dürfen nicht die Verlierer der Coronakrise sein

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Ferien ohne Ende: Wer so über den Alltag der Schüler in Corona-Zeiten denkt, hat nichts begriffen. Die Kinder dürfen nicht die Deppen der Krise werden, meint Frank Werner.

Eine Schülerin lernt daheim am Laptop. In Corona-Zeiten bleibt ihr auch nichts anders übrig.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Auf diese Worte von Markus Söder haben wir sehnlichst gewartet: Er sieht bei den Corona-Infektionen einen "leicht positiven Trend", die Kurve entwickle sich "besser als noch vor Wochen gedacht". Die Maßnahmen greifen also langsam - Gott sei Dank. Das ist ein Grund zum Aufatmen - aber noch lange nicht zum Jubeln.Herrliche April-Tage stehen vor der Tür. Der Drang nach draußen wird immer größer. Die wärmenden Sonnenstrahlen, die Natur erwacht - man möchte am liebsten die Welt umarmen. Diese Frühlingsgefühle sind absolut nachvollziehbar. Aber was ist in Corona-Zeiten schon normal? Weiter durchhalten, noch besser mitmachen bei den Ausgangsbeschränkungen, Augen zu und durch - es ist die große Zeit der Vernunft und der Geduld. Es gibt also ein Licht am Ende des Tunnels. Ein Irrglaube muss aber dringend aus der Welt geschafft werden: Dass dieses Schuljahr im Freistaat noch halbwegs normal über die Bühne gehen wird. Eine schnelle Rückkehr zum Alltag, womöglich schon ein Start zum 20. April - undenkbar.Und mal ehrlich: Digitales Lernen in den eigenen vier Wänden ersetzt kein Klassenzimmer. Die Dummen sind vor allem Kinder aus Familien, bei denen sich die Eltern nicht jeden Tag intensiv um den Heim-Unterricht kümmern können. Für die Abschlussklassen muss eine Extra-Lösung her, aber auch hier muss es sozial gerecht zugehen. Denn in diesem verflixten Corona-Jahr 2020 dürfen vor allem die Schüler am Ende nicht als Deppen der Nation dastehen.

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