Kommentar zum Wahlalter: Kinder an die Macht

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Eine Studie der Otto Benner Stiftung kommt zum Schluss, dass fast nichts gegen ein Wahlrecht mit 16 Jahren spricht. Höchste Zeit, dies umzusetzen, meint Frank Werner.

Drei junge Frauen geben ihre Stimmen ab.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Satte 50 Jahre ist es her, dass das Wahlalter von 21 auf 18 Jahre gesenkt wurde. Eine Zeit, als Frauenfußball in Deutschland verboten und Homosexualität noch unter Strafe stand. Heute unvorstellbar. Zeiten ändern sich. Menschen ändern sich. Das gilt vor allem für die Jugend.Die Teenager von 2020 sind die Jugendlichen 4.0. Der Zugang zu Informationen im Vergleich noch zu 1970 - ein Quantensprung. Sie sind vielen Älteren in punkto Medienkompetenz um Jahre voraus. Das heißt natürlich noch lange nicht, dass sie alles besser wissen. Aber sie haben einen anderen Blickwinkel. Und schließlich geht es in den Parlamenten in erster Linie um ihre Zukunft. Zumal der jüngere Teil der Gesellschaft auch wegen des demografischen Wandels politisch unterrepräsentiert ist. Im Bundestag sind nur 13 Prozent der Abgeordneten unter 40 Jahre alt. Das politische Interesse der Jugend steigt seit Jahren. Nicht zuletzt die Fridays-for-Future-Bewegung ist ein Beleg dafür. Eine Blutauffrischung tut auf allen Ebenen gut. Die Österreicher haben das Wahlalter schon 2007 auf 16 Jahre gesenkt. Wäre einfach "Leiwand", wenn Deutschland ausnahmsweise mal der Alpenrepublik was nachmachen würde.

Studie spricht sich für Wahlalter mit 16 Jahren aus

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