23.04.2021 - 15:20 Uhr
KulmbachDeutschland & Welt

Oberpfälzer stirbt bei Absturz von Leichtflugzeug

In Kulmbach ist am Donnerstagabend ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Zwei Personen sind dabei ums Leben gekommen. Die Bergung der Verunglückten war wegen Explosionsgefahr zunächst nicht möglich.

Einsatzkräfte stehen neben einem abgestürzten Sportflugzeug auf dem Rollfeld des Flugplatzes in Kulmbach. Bei dem gestrigen Absturz eines Ultraleichtflugzeuges sind nach Aussage einer Sprecherin der Polizei zwei Menschen ums Leben gekommen.
von Agentur DPAProfil

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs auf einem Flugplatz im oberfränkischen Kulmbach sind beide Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine sei am frühen Donnerstagabend gegen 18.15 Uhr beim Start aus noch geringer Höhe zu Boden gestürzt, teilte die Polizei mit. Aus noch ungeklärter Ursache drehte sich die Maschine in noch geringer Höhe am Ende der Landebahn, kam erst mit der Tragfläche und dann mit der Front am Boden auf, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Eine Zeugin wählte den Notruf, rund 100 Einsatzkräfte rückten aus.

Nur mit Unterstützung von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) habe sich eine Notärztin dem Wrack nähern können, sagte eine Polizeisprecherin. Doch für den Piloten und seinen Begleiter kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Insassen starben den Angaben zufolge noch am Unfallort.

Bergung wegen Explosionsgefahr zunächst nicht möglich

Die Einsatzkräfte hatten am Donnerstag noch versucht, die Maschine zu drehen, um an die Insassen heranzukommen. Doch die Bergung war zu gefährlich. Denn in dem Flugzeug war ein Rettungssystem mit einem Sicherheitsfallschirm verbaut, zu dem auch eine Art Sprengkapsel gehört. Es bestand die Gefahr, dass diese Sprengladung explodiert.

Am Freitag konnten die Einsatzkräfte das Rettungssystem ausbauen, hieß es weiter. Mit einem Spezialfahrzeug des THW wurde das Flugzeug aufgerichtet. Erst dann konnten die Opfer und schließlich auch das Wrack geborgen werden.

Opfer geborgen und Identität geklärt

Bei dem Piloten handelte es sich um einen 52-Jährigen aus dem Landkreis Kulmbach, erklärte eine Polizeisprecherin. Mit an Bord sei ein 51-Jähriger aus der Oberpfalz gewesen.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sei eingeschaltet, hieß es. Die Luftunfallspezialisten begutachten die völlig beschädigte Maschine, deren Teile im Anschluss auf das Gelände des Technischen Hilfswerks Kulmbach transportiert wurden. Der Gesamtschaden beträgt geschätzte 120.000 Euro.

Erst im Dezember war ein Pilot im Landkreis Bayreuth ums Leben gekommen

Pegnitz
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht neben dem Rollfeld des Flugplatzes in Kulmbach. Bei einem Absturz eines Sportflugzeuges sind nach Aussage eines Sprechers der Polizei dort zwei Menschen ums Leben gekommen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.