12.09.2018 - 16:25 Uhr
Deutschland & Welt

Männer sammeln zu viele Pilze und müssen Strafe zahlen

Zwei Pilzsammler haben körbeweise Steinpilze gesammelt und damit gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen. Sie müssen 1700 Euro Strafe zahlen.

Die Beamten entdeckten im Auto 19 Kilogramm Steinpilze.
von Agentur DPAProfil

Ibach. Im Supermarkt wären die Pilze billiger gewesen: Zwei Pilzsammler haben in einem Wald nahe Ibach bei Waldshut in Baden-Württemberg gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen. Die 67 Jahre und 69 Jahre alten Männer haben am Dienstag ihren Kofferraum mit Pilzen beladen, wie die Polizei mitteilte. Einem Zeugen fiel die große Menge an Pilzen auf - er verständigte die Polizei. Die Beamten entdeckten im Auto 19 Kilogramm Steinpilze. Laut Gesetz darf jede Person pro Tag ein Kilogramm Pilze im Wald sammeln. Die beiden Männer müssen laut Polizei nun 1700 Euro Strafe zahlen. Jeweils ein Kilogramm ihres Sammelguts durften sie behalten. "Die übrigen Pilze werden nicht weggeworfen, sondern an gemeinnützige Organisationen weitergegeben", sagte ein Polizeisprecher.

Bundesnaturschutzgesetz:

Das Bundesnaturschutzgesetz regelt im §39 (3) Jeder darf abweichend von Absatz 1 Nummer 2 wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen.

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