London
Update 25.10.2026 - 12:01 Uhr

Wirbel um Meghans Vater: Besiegelte ein Brief den Bruch?

Meghans Verhältnis zu ihrem Vater ist schon lange zerrüttet. Im vergangenen Jahr soll sie endgültig mit ihm gebrochen haben. Grund sind laut Medien die Missbrauchsvorwürfe gegen Thomas Markle.

Im Skandal um Missbrauchsvorwürfe gegen den Vater von Herzogin Meghan (45) kommen immer mehr Details ans Licht. Britischen Medien zufolge soll die Herzogin den Kontakt zu Thomas Markle im vergangenen Jahr abgebrochen haben. Als Grund habe sie die Vorwürfe gegen den 82-Jährigen angegeben. Meghan habe Markle in einem Brief zu verstehen gegeben, dass er seine Enkelkinder Archie (7) und Lilibet (5) niemals kennenlernen werde, berichteten die britische Boulevardzeitung „The Sun“ und der Sender BBC unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld.

Der Brief soll Thomas Markle demnach im Krankenhaus auf den Philippinen erreicht haben, wo er sich wegen einer Beinamputation aufhielt. Meghan soll ihrem Vater darin auch mitgeteilt haben, dass die Behörden über die Missbrauchsvorwürfe gegen ihn unterrichtet seien. Die beiden haben seit langem ein schwieriges Verhältnis. Thomas Markle war 2018 nicht zur Hochzeit seiner Tochter in Großbritannien gereist. Stattdessen hatte ihr Schwiegervater, der damalige Thronfolger Charles, Meghan zum Altar geführt. 

Philippinische Justiz ermittelt

Der Vater der Herzogin soll in seinem früheren Haus auf den Philippinen eine große Menge kinderpornografischen Materials zurückgelassen haben, wie die „Sun“ unter Berufung auf dessen Sohn Thomas Markle Jr. am Freitag berichtet hatte. Meghans Halbbruder soll die Bilder und Videos laut der „Sun“ gefunden haben. Danach habe er Kontakt zur Polizei auf den Philippinen aufgenommen, erzählte Markle Jr. der „Sun“. Zudem habe er seine Funde im Juli den Behörden in den USA gemeldet. 

Markle Sr., der inzwischen wieder in den USA lebt, bestreitet die Vorwürfe. Er gab laut der Nachrichtenagentur PA zu, auf den Philippinen Sex mit Prostituierten gehabt zu haben. Gleichzeitig sagte er der Boulevardzeitung „Mail on Sunday“, er habe „noch nie Sex mit jemandem unter 18 gehabt“. 

Das philippinische Justizministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur eine Anzeige gegen den 82-Jährigen. Zuständig sei eine Taskforce gegen Menschenhandel und sexuellen Kindesmissbrauch im Internet.

Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, man habe Kenntnis von den Vorwürfen und werde die philippinischen Behörden gegebenenfalls unterstützen. Untersucht würden zudem alle damit zusammenhängenden Vorwürfe, die Verstöße gegen US-Bundesgesetze beträfen.

Hätte die britische Polizei handeln müssen?

Meghan hatte sich in einem Statement am Freitag „zutiefst bestürzt“ von den Berichten gezeigt und selbst angegeben, bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über „verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden zu sein. Ihre Gedanken seien „bei allen Kindern, denen möglicherweise Schaden zugefügt wurde“, hieß es in der Mitteilung der Frau von Prinz Harry (42). Meghan erhielt die Informationen über ihren Vater nach eigenen Angaben von der Londoner Metropolitan Police und einer für den Schutz der Royals zuständigen Einheit. Ihr sei damals versichert worden, dass die darin enthaltenen Vorwürfe untersucht würden, teilte sie mit. 

Die Metropolitan Police bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur PA am Samstag, ein Schreiben mit „Vorwürfen wegen mutmaßlicher Straftaten außerhalb Großbritanniens“ gegen Thomas Markle Sr. an Meghan und ihren Ehemann Prinz Harry weitergeleitet zu haben. Die Polizei habe das Schreiben 2019 erhalten, jedoch keine Details mit anderen Strafverfolgungsbehörden geteilt. Nun werde geprüft, ob die Angelegenheit der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde gemeldet werden müsse.

© dpa-infocom, dpa:261025-930-889313/2

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