München
21.06.2021 - 06:11 Uhr

Mehrheit für Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht

Laut einer Umfrage ist eine knappe Mehrheit der Bayern für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht. Doch die Maßnahmen sollen, laut Angaben von Minister Jens Spahn, noch länger aufrecht erhalten werden - trotz niedriger Inzidenzen.

Eine Maske liegt im Unterricht an einem Gymnasium in München auf Schulunterlagen. Bild: Matthias Balk/dpa
Eine Maske liegt im Unterricht an einem Gymnasium in München auf Schulunterlagen.

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht. Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

„Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig“, bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. „Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können“, sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Oberpfalz25.05.2022
 
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