Noch mehr Wölfe im Veldensteiner Forst?

Im Veldensteiner Forst gibt es seit diesem Frühjahr ein Wolfsrudel. Aber wie viele Tiere gehören ihm an?

Ein Screenshot aus dem Internet. Dieses Bild befeuert die Spekulationen, es könnten mehr Wölfe im Veldensteiner Forst.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Ist das Wolfsrudel vom Veldensteiner Forst größer als gedacht? Das legt die "Süddeutsche Zeitung" mit einem Bericht aus der vergangenen Woche nahe. Darin spekuliert die Zeitung, dass das Wolfspaar seit dem Frühjahr in dem Waldgebiet vier junge Wölfe großzieht. Bisher war man von zwei Welpen ausgegangen. Zwei junge Wölfe waren auf dem Bild einer Fotofalle zu sehen, das den ersten Wolfnachwuchs in Nordbayern seit mehr als 100 Jahren belegt hatte.

Nun ist ein Foto aufgetaucht, auf dem sechs wolfsähnliche Tiere zu sehen seien, schreibt die Zeitung. "Das Foto ist allerdings so unscharf, dass sich noch kein Experte darauf festlegen wollte, dass es wirklich das Rudel zeigt", heißt es weiter. Angeblich existiere auch eine Filmaufnahme, auf denen die Tiere klarer zu erkennen sein sollen. Doch dieser Film "konnte noch nicht ausgewertet werden", schreibt die Zeitung.

Bekannt sind die Spekulationen auch Sandra Bohun, die den Wolfstammtisch Oberpfalz/Franken gegründet hat. Ob es tatsächlich mehr Wölfe im Grenzgebiet zwischen Franken und der Oberpfalz gibt, kann sie aber nicht sagen. Ihr sei das Bild zuerst im Internetauftritt eines Wolf-Kritikers aufgefallen. Bislang gebe es keinerlei Bestätigung, wo das Bild genau entstanden ist und wer es gemacht hat. Die Information, das Bild stamme aus der Gegend um Michelfeld sei nicht belegt. Von einem Video habe sie gehört, gesehen habe sie es nicht. Grundsätzlich halte sie es für möglich, "dass das Veldensteiner Rudel größer ist, als gedacht". Ein Beleg sei das verschwommene Bild, das wohl durch ein Nachtsichtgerät fotografiert wurde, aber nicht. Unabhängig von der Zahl der Wölfe im Veldensteiner Forst: Bisher habe es laut Süddeutscher Zeitung keine Probleme mit dem Rudel gegeben. Angriffe auf Nutztiere wie Rinder oder Schafe seien nicht bekannt. Auch das Zusammenleben mit dem Menschen klappe gut. Bisher habe es jedenfalls keine Beschwerden gegeben, niemand habe bislang Ängste wegen der Tiere geäußert.

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