Update 15.10.2026 - 09:20 Uhr

Miese Kartoffelernte lässt Preise steigen

Die Kartoffelernte schrumpft um rund ein Viertel, die Knollen fallen wegen der Dürre kleiner aus. Schon jetzt zahlen Verbraucher deutlich mehr.

Dürre und kleinere Anbauflächen lassen die Kartoffelernte schrumpfen. (Archivbild) Bild: Christoph Schmidt/dpa
Dürre und kleinere Anbauflächen lassen die Kartoffelernte schrumpfen. (Archivbild)

Kartoffeln werden deutlich teurer: Die geringe Ernte lässt in Deutschland die Preise für das Grundnahrungsmittel steigen. Im September mussten die Verbraucher bereits 11,3 Prozent mehr bezahlen als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Steigerung lag damit deutlich über der allgemeinen Inflation von 3,3 Prozent. 

2025 hatte es mit 13,9 Millionen Tonnen noch eine herausragend gute Ernte gegeben. Im laufenden Jahr werden nach vorläufigen Ergebnissen nur 10,4 Millionen Tonnen Kartoffeln eingebracht, was einen Rückgang um rund ein Viertel bedeutet. Weniger Kartoffeln wurden zuletzt 2018 geerntet (8,9 Mio Tonnen). 

Die Gründe für die geringe Ernte 2026 sind eine um 11,1 Prozent verringerte Anbaufläche und die Dürre, in deren Folge die Kartoffeln kleiner ausfielen. Statt 46 Tonnen pro Hektar konnten die Landwirte im Schnitt aktuell nur 38,9 Tonnen ernten. 

Wegen des knappen Angebots sind die Erzeugerpreise bereits deutlich gestiegen: Die Landwirte erhielten im August um 61,5 Prozent mehr Geld für ihr Produkt. So stark ist der Kartoffelpreis auf der Erzeugerebene seit drei Jahren nicht mehr gestiegen. Für sämtliche pflanzliche Produkte haben die Erzeugerpreise um 12,3 Prozent zugelegt. Preissteigerungen auf dieser Ebene werden in der Regel über den Handel an die Verbraucher weitergereicht. Grundsätzlich kann sich Deutschland bei Kartoffeln selbst versorgen.

Mitteilung Destatis

© dpa-infocom, dpa:261015-930-842268/2

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