München
18.02.2026 - 12:45 Uhr

Digitalminister gegen Mindestalter für soziale Medien

Bundeskanzler Merz befürwortet eine Social-Media-Sperre für Menschen unter 16 Jahren. Bayerns Digitalminister Mehring ist dagegen: Es gebe Sinnvolleres als Verbote.

Ein Social-Media-Verbot für Bürger unter 16 Jahren? Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) spricht sich dagegen aus. (Archivbild) Bild: Sven Hoppe/dpa
Ein Social-Media-Verbot für Bürger unter 16 Jahren? Bayerns Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) spricht sich dagegen aus. (Archivbild)

Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) hat sich gegen ein Mindestalter für Teilnehmer von sozialen Medien ausgesprochen. „Gesellschaftliche Herausforderungen verschwinden nicht durch pauschale Verbote“, erklärte er.

Damit widersprach er Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz, der sich vor dem anstehenden Parteitag der Christdemokraten für eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren und eine zwingende Altersüberprüfung ausgesprochen hatte. Die junge Generation brauche „keinen schützenden Kokon, sondern Kompetenz und Orientierung“. Junge Menschen müssten daher vor allem in ihrer Medienkompetenz gestärkt werden. Verbote würden die „Lebenswirklichkeit der Digital Natives“ ignorieren.

Merz hatte in dem Politik-Podcast „Machtwechsel“ gesagt, er habe „viel Sympathien“ für ein Verbot. Übermäßiger Konsum sozialer Medien würde „Persönlichkeitsdefizite und Probleme im Sozialverhalten“ bei jungen Menschen fördern.

© dpa-infocom, dpa:260218-930-703174/1

 
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