München
07.10.2026 - 13:53 Uhr

Endres: Für Demokratiefeinde keinen Cent aus Bayern

Markus Söder hat für den Fall einer möglichen Linksregierung in Berlin mit finanziellen Konsequenzen gedroht. Die Bayern-SPD sieht allerdings für einen anderen Fall schnellen Klärungsbedarf.

Ronja Endres: „Für die Förderung von Demokratiefeinden darf es aus Bayern keinen Cent geben“. (Archivbild) Bild: Armin Weigel/dpa
Ronja Endres: „Für die Förderung von Demokratiefeinden darf es aus Bayern keinen Cent geben“. (Archivbild)

Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt sieht die Bayern-SPD für den Fall einer möglichen AfD-Regierung Klärungsbedarf beim Länderfinanzausgleich. „Wir müssen dringend prüfen, ob und unter welchen rechtlichen Voraussetzungen Mittel aus dem Länderfinanzausgleich zurückgehalten werden können, um die Finanzierung verfassungsfeindlicher Strukturen zu verhindern“, sagte SPD-Landeschefin Ronja Endres der Deutschen Presse-Agentur in München.

Endres sieht sie die Gefahr, dass bei einer möglichen AfD-Regierung mit den Geldern auch Vereine und Organisationen gefördert werden könnten, die die Demokratie bekämpften. „Die Solidarität zwischen den Ländern darf nicht diejenigen stärken, die die Demokratie zerstören wollen“, sagte sie und betonte: „Für die Förderung von Demokratiefeinden darf es aus Bayern keinen Cent geben.“

Unionsländer drohen Berlin bei Linksregierung mit Geldentzug

Endres nahm sich dabei quasi Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) als Beispiel: Dieser hatte kürzlich ins Gespräch gebracht, bei einer möglichen Regierungsübernahme der Linken in Berlin den Hauptstadtvertrag auf den Prüfstand zu stellen und den Länderfinanzausgleich neu zu ordnen. 

Und auch die Fraktionschefs aus den CDU/CSU-regierten Bundesländern hatten bei einem Treffen in München für den Fall einer erfolgreichen Regierungsbildung in Berlin unter Führung der Linkspartei mit finanziellen Konsequenzen für die Hauptstadt gedroht.

© dpa-infocom, dpa:261007-930-803210/1

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