Ein unter anderem wegen Vergewaltigung verurteilter Afghane ist per Linienflug aus München nach Kabul abgeschoben worden. Der 36-Jährige sei dort am Morgen den Behörden übergeben worden, teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums mit. Es war demnach die vierte Linienrückführung eines afghanischen Straftäters aus bayerischer Zuständigkeit.
Die Abschiebung des 36-Jährigen sei unmittelbar aus der Justizvollzugsanstalt heraus erfolgt, in der er seine Haftstrafe verbüßte. Er war auch wegen der Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige verurteilt worden.
Bereits im Dezember wurden zwei afghanische Straftäter in ihr Herkunftsland abgeschoben, eine weitere Rückführung gab es im Juli.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte nach den Abschiebungen im Dezember: „Das zeigt: Wir machen mit den regelmäßigen Abschiebungen nach Afghanistan ernst. Damit setzen wir eine wichtige Forderung aus dem Koalitionsvertrag um.“
Die vorherige Bundesregierung von SPD, FDP und Grünen hatte Abschiebungen nach Afghanistan infolge der Machtübernahme der Taliban zunächst ausgesetzt. Erst unter dem neuen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wurden direkte Abschiebungen in das Land wieder aufgenommen.
© dpa-infocom, dpa:260114-930-545711/1













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