München
09.03.2026 - 18:13 Uhr

Frau tot im Bach – Polizei fasst Verdächtigen in München

Leiche im Bach, gefesseltes Opfer in München: Was steckt hinter dem mysteriösen Angriff auf zwei Senioren? Die Ermittler suchen nach dem Motiv.

Nach dem Gewaltverbrechen an zwei Senioren sitzt ein Münchner nun in Untersuchungshaft. (Symbolfoto) Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Nach dem Gewaltverbrechen an zwei Senioren sitzt ein Münchner nun in Untersuchungshaft. (Symbolfoto)

Die Kripo in Rosenheim versucht mit einer großen Sonderkommission ein merkwürdiges Gewaltverbrechen an einem Seniorenpaar aufzuklären. Wie die Polizei berichtete, soll ein 42 Jahre alter Mann aus München eine 71-jährige Frau aus dem Landkreis Rosenheim umgebracht haben. Zudem soll der Verdächtige den 82 Jahre alten Ex-Ehemann der Frau in seiner Münchner Wohnung gefesselt gefangen gehalten haben. Gegen den 42-Jährigen wurde mittlerweile wegen Verdachts eines Tötungsdelikt Haftbefehl erlassen.

Nach Angaben der Ermittler wurde die Polizei am Wochenende auf den Fall aufmerksam. Sie bekamen Hinweise, dass bei der 71-Jährigen sowie ihrem früheren Partner etwas nicht stimmen könnte. Spezialeinsatzkräfte überprüften daraufhin am Samstagabend das gemeinsame Wohnhaus der beiden in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim). Die Bewohner wurden von den Beamten nicht angetroffen. Jedoch wurde in einem nahen Bach die Leiche der Frau entdeckt.

Vermisster Mann in Wohnung in München gefesselt entdeckt

Durch die Untersuchung des Falls habe sich ein Verdacht gegen den Deutschen aus München ergeben. Am Sonntagabend wurde dann der 42-Jährige in seiner Wohnung von Spezialkräften festgenommen. „In der Wohnung konnte der Vermisste gefesselt aufgefunden werden“, berichtete die Polizei. Der 82-Jährige sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Der 42-Jährige sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Sonderkommission „Bach“ der Rosenheimer Kriminalpolizei soll mit 35 Beamtinnen und Beamten die Hintergründe des Verbrechens aufklären. Auch Spezialisten des Landeskriminalamtes in München arbeiten an dem Fall.

© dpa-infocom, dpa:260309-930-792914/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.