München
21.10.2026 - 19:56 Uhr

Johannes B. Kerner: Olympia in München „wäre ein Brett“

Moderator Johannes B. Kerner ist in diesem Jahr der Ehrenpreisträger des bayerischen Medienpreises „Blauer Panther“. Für München hat er einen großen Wunsch.

Kerner und Söder kamen gemeinsam zur Preisverleihung. Bild: Felix Hörhager/dpa
Kerner und Söder kamen gemeinsam zur Preisverleihung.

Der Moderator und Journalist Johannes B. Kerner (61) würde sich über Olympische Spiele in München sehr freuen. „Ich sage laut Ja - und zwar so schnell wie möglich. Lieber 36 als 40, aber auch 40 würde ich nehmen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor der Verleihung des Medienpreises „Blauer Panther“ in München, wo er mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet werden sollte. „Das wär ein Brett“.

Er habe Olympia oft erlebt - „und ich weiß, was Olympische Spiele auslösen können in einer Stadt, wie sie eine Stadt einen können, wie so eine Veranstaltung auch ein Kitt für eine ganze Gesellschaft sein kann“. Sollte München den Zuschlag bekommen, sei das „eine Win-Win-Win-Situation“. Er „drücke alle Daumen“, sagte Kerner. 

München hatte sich im nationalen Wettbewerb um die deutsche Kandidatur für Olympia und Paralympics 2036, 2040 oder 2044 durchgesetzt. Im Rennen um die Spiele 2036 nannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) Katar, Indien, Südkorea, Ungarn, die Türkei und Südafrika als Konkurrenten.

Kerner: „Vielleicht kommt das Beste ja noch“

Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis sei Anlass für einen Blick zurück - aber auch für einen nach vorne, sagte Kerner der dpa: „Vielleicht kommt das Beste ja noch.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Kerners Auszeichnung so begründet: „Er ist unser Mr. TV und zu Recht der diesjährige Ehrenpreisträger.“ „Sogar Helmut Kohl ist da gern hingegangen“, sagte Söder der dpa vor der Verleihung über Kerners Talkshow.

Mit Kerner werde eine prägende Persönlichkeit der deutschen Fernsehlandschaft ausgezeichnet. Der 61 Jahre alte Moderator stehe für anspruchsvolle Unterhaltung und fundierte Sportberichterstattung - zuletzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko - sowie für Talkformate und gesellschaftlich relevante Sendungen.

Söder lobt Kerner

„Johannes B. Kerner ist beim Publikum gleichermaßen bekannt wie beliebt“, betonte Söder bei der Bekanntgabe des diesjährigen Ehrenpreises. „Auch ich war schon vor mehr als 15 Jahren als Generalsekretär in seiner Talkshow zu Gast und schaue bis heute vor dem Fernseher immer wieder gerne rein. Besonders stark: seine Interviews und der Humor bei der diesjährigen Fußball-WM. Auch aus bestens geschulten Fußballstars, Trainern und Experten kitzelt er immer wieder etwas Neues heraus.“

Das Talkshow-Genre am späten Abend habe Kerner damals neu erfunden und die Sportberichterstattung mehr als einmal weiterentwickelt, sagte Söder. Kerner stehe dabei stets für Charme, Witz und journalistische Tiefe. „Er verbindet qualitativen Anspruch mit großem Respekt, persönlicher Wertschätzung und Menschlichkeit gegenüber seinen Gesprächspartnern. Bodenständig, sympathisch und immer cool: Das zeichnet ihn aus“, lobte der bayerische Ministerpräsident.

© dpa-infocom, dpa:261021-930-873943/1

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