München
21.04.2026 - 09:32 Uhr

Kardinal Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare

Vor einem Jahr schuf die DBK die Grundlage zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der katholischen Kirche. Ein prominenter Bischof setzt diese jetzt auch in die Tat um.

Marx im Jahr 2022 bei einem Queer-Gottesdienst in München. Archivbild: Tobias Hase/dpa
Marx im Jahr 2022 bei einem Queer-Gottesdienst in München.

Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, erlaubt die Segnung homosexueller Paare in seinem Bistum. 

In einem aktuellen Schreiben an die Seelsorgerinnen und Seelsorger in seiner Diözese empfiehlt er eine entsprechende Handreichung der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) „als Grundlage pastoralen Handelns“, wie das Bistum auf Anfrage mitteilte. Zuvor hatte die konservative „Tagespost“ berichtet.

Handreichung der Kirche

Vor ziemlich genau einem Jahr hatten DBK und ZdK die Handreichung mit dem Titel „Segen gibt der Liebe Kraft“ verabschiedet. „Die Kirche bringt Paaren, die in Liebe verbunden sind, Anerkennung entgegen und bietet ihnen Begleitung an“, heißt es in dem Papier, das die bereits vorher vielerorts geübte Praxis stärken soll, „Geschiedene und Wiederverheiratete, Paare aller geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen sowie Paare, die aus anderen Gründen nicht das Sakrament der Ehe empfangen wollen oder können, mit einem Segen in ihre Partnerschaft zu begleiten“, wie die DBK damals mitteilte.

DBK sieht Einklang mit Rom

Aus Sicht der DBK steht das Papier in Einklang mit Rom und dem damaligen Papst Franziskus. Diese Sicht ist allerdings vor allem unter konservativen Katholiken umstritten.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972224/1

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