„LOL - Last One Laughing“ startet mit einem Knaller in die siebte Staffel: Horst Schlämmer höchstpersönlich gibt sich die Ehre! Was die Aufgabe von Hape Kerkelings Kunstfigur sein wird, wer noch dabei ist und was die neuen Folgen der Show so besonders macht, das hat „LOL“-Schöpfer Michael „Bully“ Herbig der dpa in München zum Start der neuen Staffel verraten. Ab Donnerstag (14. Mai) zeigt Prime Video wöchentlich zwei Folgen.
Der Zehnte sorgt für Chaos
Inhaltlich bleibt alles beim Alten. Zehn Comedians versuchen, sich gegenseitig mit Absurditäten, Späßen und Comedy-Nummern zum Lachen zu bringen, beobachtet von mehr als 40 Kameras. Einmal Lachen ist erlaubt, beim zweiten Mal trötet der Buzzer und der Betroffene ist raus. Der Sieger darf 50.000 Euro an einen guten Zweck spenden. Im Wettkampf gegen das Lachen: Max Giermann, Elton, Teddy Teclebrhan, Barbara Schöneberger, Martina Hill, Carolin Kebekus, Olaf Schubert, Michelle Hunziker und Torsten Sträter.
Und der mysteriöse zehnte Kandidat? Der bringt dieses Mal das bekannte Konzept ziemlich durcheinander. Es ist tatsächlich Michael „Bully“ Herbig, der dafür seinen Aufpasserposten am Buzzer verlässt und sich unter die Kandidaten mischt - unter großem Beifall der anderen neun.
Und wo bleibt Schlämmer?
Für den gibt es eine Sonderrolle. Denn einfach nur Kandidat? Das wäre für den stellvertretenden Chefredakteur des „Grevenbroicher Tagblatts“ dann doch zu wenig. Also darf er am Buzzer sitzen und all jene rauskicken, die ihre Gesichtszüge nicht im Zaum halten können. Eine Aufgabe, die Kerkeling für sein Alter Ego mit Wonne erledigt, inklusive beigem Trenchcoat, Herrenhandtäschchen, Überbiss und grunzendem Lachen.
„Sehr, sehr happy“ mit Kerkeling
„Hape war schon immer auf meiner Wunschliste ganz weit oben. Aber er ist zu Recht sehr wählerisch mit den Projekten, die er so macht. Er macht das auch sehr klug“, sagt Herbig. Doch dann kam die Idee mit Kerkeling am Buzzer auf und Herbig rief ihn direkt an. „Er hat sofort gelacht, das war ein sehr gutes Zeichen. Ich bin sehr happy, dass er es gemacht hat, wirklich sehr, sehr happy“, schwärmt der Münchner.
„Horst Schlämmer als Host, das hat Event-Charakter und das macht diese Staffel so besonders“ - aber auch besonders gefährlich. Ein typisches Schlämmer-Grunzen, ein Klappern mit dem Gebiss, und schon möchte man am liebsten brüllen vor Lachen. Und dann gibt es ja noch das rote Telefon, mit dem Kerkeling aka Schlämmer bei den Kandidaten anrufen und für zusätzliche Verwirrung sorgen kann...
„Bullys“ Angst vor dem Buzzer
Sechs Stunden dauerte die Aufzeichnung in den Bavaria Studios in Grünwald bei München. „Ich war ja der einzige Neuling und ich wusste, dass es hart für mich wird, da drin nicht zu lachen. Aber dass es gleich so wild wird, hätte ich nun auch wieder nicht erwartet“, räumt Herbig ein. Sein Ziel war ambitioniert: „Ich wollte einfach nicht als Erster rausfliegen. Das wäre mein absoluter Albtraum gewesen. Du machst ein Riesenfass auf und sagst den Leuten, ich gehe jetzt selber rein, ja, und dann nach einer Viertelstunde machste gleich wieder `nen Abgang. Schlimme Vorstellung!“
Nasenlöcher und ein Trugschluss
Herbigs Idee: „Wenn ich selbst performe, bin ich safe! Was soll mir schon passieren?“. Doch dann der Schock: „Dann komme ich auf die Bühne und plötzlich sitzen da neun Menschen mit komischen Blicken, die einen stoisch anstarren. Da hätte es mich fast schon erwischt“, sagt der erfahrene Comedian. Diese „Lachvermeidungsgesichter“ seien kaum auszuhalten. „Deswegen habe ich auch ständig an die Decke geguckt. Das meiste, was man von mir sieht, sind meine Nasenlöcher.“
Warum sieht man sich das an? Martina Hill hat da so eine Ahnung: „Menschen schauen einfach gern dabei zu, wenn gestandene Comedians an ihre Grenzen gebracht werden und an einem gut platzierten Furzgeräusch emotional zerbrechen“. Und Teddy Teclebrhan wird schlagartig um Jahre jünger, fühlt er sich bei „LOL“ doch wie in der Schule, „im Klassenzimmer zu sitzen, man darf nicht lachen, stirbt aber innerlich vor Freude. Das ist der Grund, warum ich "LOL" so großartig finde: Ich darf noch mal ein Kind sein“.
Elch trifft Hyäne
Was gegen akuten Lachzwang hilft: Essen. Eine Option, die Elton zum Beispiel nutzt - mit Brot. Oder Schöneberger, die gerne mal mit dem Gesicht in der Müslischale abtaucht, um ihr Grinsen zu verbergen. Auch sehr beliebt bei den Kandidatinnen und Kandidaten: Geräusche, vor allem aus dem Tierreich. „Es ging in Richtung Brunftschrei, Elch, vielleicht auch zwischendurch eine Hyäne, Huhn war auch mal dabei“, erinnert sich Herbig.
„LOL“-Fazit
„Ich war froh, als diese sechs Stunden überstanden waren, aber ich habe es auch wahnsinnig genossen. Es war einfach irre!“, schwärmt der 58-Jährige. Was hat er durch diesen Selbstversuch gelernt? „Dass man sich zwar alles Mögliche im Vorfeld ausdenken kann, aber am Ende sind es Anekdoten, kleine Bemerkungen oder Kommentare, die die anderen aus der Kurve schießen können“, weiß Herbig nun. „Das kennt man von Partys. Wenn man übermüdet ist, lacht man über den dümmsten Kleinscheiß.“
© dpa-infocom, dpa:260513-930-77618/1









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