Die sturmumtosten schottischen Shetlandinseln sind der Schauplatz eines melancholischen Romans des Journalisten und Songwriters Malachy Tallack. „Der Ozean so wild und weit“ vereint atemberaubende Landschaftsbeschreibungen mit fein gezeichneten psychologischen Porträts.
Im Mittelpunkt steht Jack, ein wortkarger älterer Mann, der Schwierigkeiten hat, mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu treten. Seine ganze Leidenschaft gilt der Folk-Musik. Er ist ein guter Musiker, ihm fehlte aber der Mumm, aus dieser Begabung einen Beruf zu machen, so wie vieles in seinem Leben aus Antriebslosigkeit auf der Strecke geblieben ist.
Längst hat sich Jack mit seinem ereignislosen Dasein abgefunden, als er eines Tages einen überraschenden Fund macht, der vieles verändert.
Das neueste Werk von Malachy Tallack ist ein stiller, manchmal vielleicht zu ruhig dahinfließender Roman, der durchdrungen ist vom rauen Sound der nordischen Inseln, geprägt von ihrer kargen Landschaft, dem brutalen Walfang und dem Ölboom. Die in Rückblicken erzählte Geschichte umspannt mehr als ein halbes Jahrhundert. Ein wichtiges Element dabei ist die Folk-Musik, die ihren Zauber auf Papier leider nicht so richtig entfalten kann.
© dpa-infocom, dpa:260804-930-481156/1













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