München
06.03.2026 - 14:58 Uhr

Regierung prüft Disziplinarverfahren gegen Reiter

Der Münchner Oberbürgermeister ist wegen Zahlungen für ein Ehrenamt beim FC Bayern in der Kritik. Nun reagiert auch die Regierung von Oberbayern. Das könnte für Reiter ungemütlich werden.

Sein Ehrenamt beim FCB könnte für den Münchner OB empfindliche Konsequenzen haben. Archivbild: Peter Kneffel/dpa
Sein Ehrenamt beim FCB könnte für den Münchner OB empfindliche Konsequenzen haben.

Im Zusammenhang mit Zahlungen für ein Ehrenamt beim FC Bayern prüft die Regierung von Oberbayern die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). „Aufgrund der offenbar seit 2021 erfolgten Vergütung der Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsbeirats des FC Bayern München e.V. stellt sich die Frage, ob dafür eine Nebentätigkeitsgenehmigung erforderlich gewesen wäre“, teilte ein Sprecher der Bezirksregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Am Vortag hatte Reiter öffentlich gemacht, dass er seit Ende 2021 pro Halbjahr 10.000 Euro für sein seit vielen Jahren ausgeübtes Ehrenamt im Verwaltungsbeirat des Fußballclubs bekommt. Damit „liegen nun neue Tatsachen vor, die die Regierung von Oberbayern zum Anlass nimmt, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens zu prüfen“, schilderte der Sprecher des Bezirks. 

Reiter hatte beteuert, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass er sich die zuvor unbezahlte ehrenamtliche Tätigkeit mit der Einführung der Aufwandsentschädigung vom Stadtrat hätte genehmigen lassen müssen.

© dpa-infocom, dpa:260306-930-778979/1

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