Der Umzug der Münchner Klinik Harlaching im laufenden Betrieb ist in der heißen Phase: Die ersten Patientinnen und Patienten haben ihre neuen Zimmer bezogen. Die übrigen sollen im Laufe des Dienstags und Mittwochs folgen. Aktuell liegen rund 280 Menschen auf den Stationen - vom Neugeborenen bis zur Greisin.
„Wir sind insgesamt sehr zufrieden, trotzdem gibt es noch viel zu tun“, bilanzierte der kaufmännische Geschäftsführer, Tim-Oliver Guderjahn, wenige Stunden, nachdem als Erstes ein Frühchen durch den eigens gebauten Verbindungstunnel zwischen den beiden Gebäuden gerollt worden war. Die neue Klinik Harlaching im Süden der Landeshauptstadt steht unmittelbar neben dem alten Hauptgebäude, das im Laufe des nächsten Jahres abgerissen wird.
3.500 Kartons - und Spezialfirmen für die Geräte
Für den Umzug hatte das Personal in den vergangenen Tagen rund 3.500 Kartons gepackt - die Geräte nicht eingerechnet. Etwa die Hälfte der bisher genutzten Diagnosetechnik zieht nämlich ebenfalls mit um; teilweise werden die empfindlichen Geräte von Spezialfirmen zerlegt und verpackt, um dann nach wenigen Metern Fahrt in einem Lastwagen wieder aufgebaut zu werden.
Möbel und Computer wurden hingegen fast vollständig neu angeschafft. „Wir haben die normalen Ersetzungszyklen genutzt“, schilderte Guderjahn. Auch Großgeräte wie ein MRT wurden oftmals gleich in das neue Gebäude eingebaut. Der rund 255 Millionen Euro teure Neubau wurde seit 2020 errichtet. Ab Donnerstag findet dort die komplette klinische Versorgung statt.
Harlaching ist ein Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe, wo auch Patienten mit seltenen Krankheiten oder schwersten Verletzungen betreut werden. In dem Neubau sind fortan alle Bereiche aus bislang sieben Bestandsgebäuden unter einem Dach vereint. Es ist den Angaben zufolge heuer die einzige Inbetriebnahme eines komplett neuen Krankenhauses in Bayern; das Vorhaben wird zu den bedeutendsten Gesundheitsprojekten in Deutschland gezählt.
© dpa-infocom, dpa:260609-930-193199/2


















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