München
31.03.2026 - 12:29 Uhr

Überstunden von Bayerns Polizisten leicht zurückgegangen

Polizist in Bayern: ein Job, für den man Zeit mitbringen sollte. 85 Überstunden schiebt jeder Beamte im Schnitt vor sich her. Doch die Lage war schon einmal drastischer.

Bayerns Polizisten haben gut zu tun. Zuletzt haben sie ein Stück ihrer Überstunden abgebaut. (Symbolbild) Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bayerns Polizisten haben gut zu tun. Zuletzt haben sie ein Stück ihrer Überstunden abgebaut. (Symbolbild)

Polizisten in Bayern haben 2025 weniger Überstunden vor sich hergeschoben als im Jahr zuvor. Zum 30. November zählte das Innenministerium rund 2,96 Millionen Stunden, was einem Rückgang von knapp sechs Prozent entspreche. Im Sommer desselben Jahres lagen noch mehr als drei Millionen Stunden auf den Arbeitszeitkonten der Beamten.

Im Schnitt entfallen auf jeden Polizisten nach Ministeriumsangaben 85 Mehrarbeitsstunden, während es zuvor noch 91 gewesen seien. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teilte mit, der Rückgang sei auf mehr Personal und zu Anfang 2024 eingeführte Regelungen zum Überstundenabbau zurückzuführen. Demnach soll Mehrarbeit vornehmlich durch Freizeitausgleich abgebaut werden.

Viel Arbeit durch Großeinsätze

Im Haushaltsjahr 2025 seien zudem knapp 90.000 Stunden durch Vergütung abgegolten worden. Haushaltsmittel in Höhe von 8,7 Millionen Euro hätten beim Abbau geholfen.

Laut Herrmann war die bayerische Polizei im abgelaufenen Jahr zugleich einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Großereignisse wie die Münchner Sicherheitskonferenz, die Automesse IAA und das Oktoberfest hätten belastend gewirkt, zudem Bedrohungen etwa durch Drohnen, Cyberangriffe und Sabotage.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-889930/1

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