Zugeklebte Briefkästen, Senf auf Türklinken oder mit Eiern beworfene Hauswände: Die Nacht zum 1. Mai ist traditionell für Streiche dieser Art bekannt. In diesem Jahr hat es nach Angaben der Polizeipräsidien aber nur vergleichsweise wenige Vorfälle in Bayern gegeben. Lediglich in Schwaben war einiges los.
In Finningen wurde ein Mann verletzt, der einen Maibaum beschützen wollte. Zusammen mit anderen habe der 44-Jährige den Baum aufgestellt, als sich ein Auto näherte. Auf dem Beifahrersitz soll laut Polizei ein Mann mit laufender Kettensäge gesessen haben, der den Baum zersägen wollte. Der 44-Jährige hielt sich deshalb an dem Wagen fest. Als das Auto losfuhr, wurde der Mann mitgeschleift und leicht verletzt.
Trampoline, Gartentore und Anhänger entwendet
In mehreren schwäbischen Dörfern wurden Trampoline und andere Gegenstände aus Gärten entwendet, aber auch ganze Gartentüren oder Anhänger seien abhandengekommen, sagte ein Polizeisprecher. Meistens seien diese dann alle an einen zentralen Ort wie den Marktplatz gebracht worden, wo die Besitzer ihr Hab und Gut dann wieder abholen konnten.
Insgesamt sprach ein Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord von einem höheren Einsatzaufkommen. Statt der normalerweise üblichen rund 400 Einsätze seien innerhalb von 24 Stunden etwa 570 Einsätze bei den Beamten zusammengekommen.
Mehr Schaden aber deutlich weniger Einsätze als im Vorjahr
Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat es nur etwa halb so viele Einsätze gegeben im Vergleich zu 2025. Während die Beamten im Vorjahr 113 Mal ausrücken mussten, zählten die Einsatzkräfte nun lediglich 55 Vorfälle. Dafür sei die gemeldete Schadenssumme deutlich angestiegen, so die Beamten. Nach ersten Erkenntnissen entstand in der Nacht ein Schaden von rund 6.500 Euro (2025: 1.250 Euro). Zudem wurden drei Polizisten durch eine 20-Jährige leicht verletzt.
Rechtsradikale Graffiti in Oberbayern gesprüht
Auf einer Mauer und einem Gehweg haben Unbekannte im oberbayerischen Berchtesgaden rechtsradikale Graffiti-Schmierereien hinterlassen. Dort habe in schwarzer Schrift „Ausländer raus“ gestanden, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 2.000 Euro und sucht nun nach den Tätern.
Nur wenige Einsätze in anderen Landesteilen
24 mit der Freinacht zusammenhängende Einsätze zählte die Polizei in der Oberpfalz. Dabei sei es zu keinen größeren Ereignissen gekommen, lediglich kleinere Sachbeschädigungen nahmen die Beamten auf. Das Präsidium Oberbayern Süd bilanzierte am Morgen 38 Einsätze, wovon fast alle wegen Ruhestörungen waren. Auch andere Polizeipräsidien berichteten von keinen größeren Vorkommnissen. Das Präsidium in Unterfranken sprach sogar von überhaupt keinen Einsätzen im Zusammenhang mit der Freinacht.
© dpa-infocom, dpa:260501-930-20108/2













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